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Projekte am Marianum

 

Austausch mit Gliwicé

Von M. van Bassen

Der Schüleraustausch mit Polen hat am Marianum eine lange Tradition. Nachdem der langjährige Kontakt mit unserer Partnerschule in Torun leider eingeschlafen ist, hatten wir im Schuljahr 2013/2014 das Glück unseren ersten Schüleraustausch mit dem Edward Dembrowski Gymnasium in Gliwice machen zu können. Seither haben jedes Jahr etwa 20 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit neben dem kulturellen Austausch auch Oberschlesien und seine Sehenswürdigkeiten näher kennen zu lernen. Betreut wird der Austausch durch Frau van Bassen und Herrn Fischer.

Das weitgefächerte Programm der letzten Jahre beinhaltete unter anderem die Besichtigung von Krakau, Aufenthalte im Tatragebirge und Beskiden-Gebirge oder den Besuch der Kohlegrube „Guido“ in Zabrze. Des Weiteren wurde im Kulturzentrum Gleiwitz die schlesische Kultur durch Lieder, Kleidung und Geschichte veranschaulicht oder es wurde typisch schlesische Dekoration aus Espenholz gebastelt.

Zwei wichtige Programmpunkte sind stets die Besichtigung des Radiosender Gleiwitz und des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Beim Radiosender, der aus historischer Sicht durch die Gleiwitzer Provokation im Zweiten Weltkrieg traurige Berühmtheit erlangte, werden die historischen Abläufe, die zum Angriff auf Polen und somit zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges führten, dargelegt. Die Führung in Auschwitz führt einem stets die Grausamkeiten des Nationalsozialismus vor Augen. Bei der Planung und Durchführung des Austausches werden wir von unseren polnischen Kolleginnen Frau Barcz und Frau Cieśla-Obermajer unterstützt.

Bei dem Gegenbesuch der polnischen Schülergruppe am Marianum stehen wesentliche Sehenswürdigkeiten des Emslandes und der näheren Umgebung wie die Meyer Werft, die Festung Bourtange, die Gedenkstätte Esterwegen oder eine Tagesfahrt nach Amsterdam auf dem Programm. Ein weiterer etablierter Programmpunkt ist ein Kunstworkshop mit der Kunstschule in der Koppelschleuse in Meppen im Rahmen des Projekts „schule:kultur!“. Die Rückmeldungen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler war in den letzten Jahren sehr positiv. Es konnte eine Reihe von Freundschaften geschlossen werden und der Austausch bleibt stets allen Beteiligten lange in Erinnerung.

 
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