G E M E I N S C H A F T       L E B E N       L E R N E N

Unterricht am Marianum

 

Das Fach Deutsch

Von S. Jansing-Hovest

Die Deutschlehrerin zu ihrem Mann: „Liebst du mich?“
„Ja!“
„Dann antworte bitte in ganzen Sätzen.“

Ja, es stimmt. Wir Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer nehmen es oft sehr/zu genau. Aber in der Schule müssen wir das auch, denn schließlich wollen wir einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Sprache und eine reflektierte Auseinandersetzung mit literarischen und (medialen) Gebrauchstexten lehren.

So wird dann auch der Bildungsbeitrag des Faches Deutsch zu Beginn des niedersächsischen Kerncurriculums, das auch auf dem Niedersächsischen Bildungsserver (www.nibis.de) zu finden ist, wie folgt beschrieben: „Der Deutschunterricht im Gymnasium leistet einen wesentlichen Beitrag zur sprachlichen, literarischen und medialen Bildung der Schülerinnen und Schüler. In der Auseinandersetzung mit Texten und Medien und in der Reflexion sprachlichen Handelns entwickeln sie Verstehens- und Verständigungskompetenzen, die ihnen helfen, die Welt zu erfassen und eigene Positionen und Werthaltungen begründet einzunehmen. Das Fach Deutsch trägt damit zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler bei.“

Besonders im Umgang mit literarischen Texten aus verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen können die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Erfahrungsmuster, Menschen- und Weltbilder kennenlernen. Durch die Auseinandersetzung mit den dargestellten Situationen und Lebenskonzepten können die jungen Menschen ihre eigene Lebenssituation und Entwicklung reflektieren. Zudem ist es uns dabei wichtig, dass die Ästhetik und Wirkungsmacht von Sprache für die Schülerinnen und Schüler einschätzbar wird.

Darüber hinaus werden im Deutschunterricht u.a. mittels der Beschäftigung mit Sach- und Gebrauchstexten der unterschiedlichen Medien (Internet, Zeitung etc.) wichtige Grundlagen für die Bewältigung der Aufgaben vieler anderer Unterrichtsfächer gelegt, indem zum Beispiel das Verfassen von Inhaltsangaben und sachgerechten Argumentationen eingeübt wird oder grammatische Kenntnisse vermittelt werden.

Als besondere Aufgabe des Deutschunterrichts sehen wir die Leseförderung, da wir die Lesekompetenz als Basis für erfolgreiches Lernen im Allgemeinen betrachten. So möchten wir Lesefreude und Leseinteresse fördern, z.B. durch die gemeinsame Lektüre von Jugendbüchern, Empfehlungen unserer Schulbibliothek, Besuche von Buchhandlungen, Leseangebote in Vertretungsstunden, gelegentliche Autorenlesungen, Buchvorstellungen durch Schülerinnen und Schüler und durch die Teilnahme am Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen, der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgerichtet wird. In den letzten Jahren sind Schülerinnen unserer Schule bei diesem Wettbewerb sehr erfolgreich gewesen und haben auch die Regionalwettbewerbe gewonnen.

Als lebendige Ergänzung des Deutschunterrichts führen wir bei Gelegenheit auch Theaterfahrten durch oder besuchen gemeinsam die Theateraufführungen der beiden Theater-AGs am Marianum.

Das Fach Deutsch wird am Marianum derzeit von 22 Kolleginnen und Kollegen unterrichtet, und zwar in folgendem Umfang:

Jg. 05 : 4 Std.
Jg. 06 : 4 Std.
Jg. 07 : 4 Std.
Jg. 08 : 4 Std.
Jg. 09 : 3 Std.
Jg. 10 : 3 Std.
Jg. 11 : 4 Std.
Jg. 12 : 4 Std.

Als Schulbuch wird das „Deutschbuch“ des Cornelsen-Verlags mit dem dazugehörigen Übungsheft verwendet. In der Oberstufe dient der Band „Texte, Themen und Strukturen“, ebenfalls aus dem Cornelsen-Verlag, als Basiswerk. Zusätzlich arbeiten wir seit einigen Jahren mit der „Abi-Box“ aus dem Brinkmann.Meyhöfer-Verlag, die von den Schülerinnen und Schülern jeweils selbst angeschafft und von ihnen als zusammenhängendes, aber auch individualisierbares Kompendium geschätzt wird.

Rechtschreibförderung

Seit einigen Jahren stellen wir vermehrt fest, dass einige Schülerinnen und Schüler größere Schwierigkeiten hinsichtlich einer korrekten Rechtschreibung haben, auch wenn es zugleich sehr sichere Rechtschreiber/innen gibt. Im regulären Unterricht können jene Defizite nicht ausreichend behoben werden, sodass wir für diese Schülerinnen und Schüler eine besondere Förderung anbieten. Und zwar werden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-7, bei denen ein erhöhter Förderbedarf festgestellt wurde, für den Förderunterricht empfohlen, der in Kleingruppen unter der Leitung einer Fachlehrkraft einmal wöchentlich in einer Doppelstunde stattfindet.

 
NACH OBEN