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News 2020

Kolumbus: Held oder Verbrecher?

Von Emma Christin Bartels, 02.12.2020

Wir, ein Geschichtsgrundkurs aus der Jahrgangsstufe 12, haben uns unter der Leitung von Frau N. Schröder seit Ende der Sommerferien intensiv mit den Anfängen des spanischen Kolonialismus beschäftigt. Hierbei kommt man natürlich nicht an der Person Christoph Kolumbus und seiner umstrittenen Rolle bei der Eroberung Amerikas vorbei.

Und welcher Historiker kennt ihn nicht, jenen großen Genuesen, der, 1451 als Sohn eines Webermeisters geboren, sich selbstständig zu einem nautischen Experten entwickelte? Der nach mehrfachem Vorsprechen an verschieden großen Höfen der Frühen Neuzeit endlich 1492 im Auftrag des spanischen Königspaares, Ferdinand und Isabella von Kastilien und Aragon, zur Umgehung des Landweges nach Asien den Seeweg in westlicher Richtung wagte und bis zu seinem Lebensende nicht realisierte, dass er nicht in Indien, sondern in einer „neuen Welt“ gelandet war? Unser Interesse war geweckt und wir stellten uns nach eingehendem Studium der überwiegend aus spanischer Sicht vorhandenen Quellen die Frage: War Kolumbus ein Held oder schlichtweg ein Verbrecher?

Um allen Schülerinnen und Schülern unsere Gedanken und Eindrücke näherzubringen, haben wir uns dazu entschieden, eine kleine Ausstellung unserer Ergebnisse zu gestalten. Uns war dabei sehr wichtig, nicht beeinflussend auf euch zu wirken, damit jeder für sich selbst die Frage zu beantworten vermag. Zu diesem Zweck haben wir neben einem Comic zur zweiten Reise des Kolumbus auf Plattdeutsch, einem Porträt-Zeitstrahl sowie einem fiktiven und einem quellenbasierten Tagebucheintrag auch kritische und positive historische Details zu Kolumbus gesammelt und für alle zugänglich im Foyer ausgestellt.

 
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