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News 2020

MINT-Tag am Marianum

Ein Tag im Zeichen der Naturwissenschaften

Von T. Fiebig, 29.01.2020

Den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar nahm unsere Schul-gemeinschaft zum Anlass, sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema „Verantwor-tung“ auseinanderzusetzen. Zunächst ermutigten Schülerinnen und Schüler in der morgendli-chen Vollversammlung dazu, antisemitischem und fremdenfeindlichem Denken und Handeln entschlossen entgegenzutreten. Die verteilten gelben Buttons mit der Aufschrift „Zusammen gegen Antisemitismus“ sind bisher im Schulalltag des Marianum allgegenwärtig – als sichtbares Zeichen des Widerstands.

Nach der Vollversammlung widmete sich die Schulgemeinschaft einer anderen Facette der Ver-antwortung, nämlich dem verantwortungsbewussten Umgang mit der Wissenschaft. Der soge-nannte „MINT-Tag“ stand sodann ganz im Zeichen von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, um Schülerinnen und Schüler mit außerschulischen Experten zusammenzubringen und aktuelle schulische MINT-Projekte zu fördern. So wurden Schülergruppen intensiv auf kom-mende Wettbewerbe vorbereitet wie die Mathe-Olympiade, den Känguru Wettbewerb, Jugend forscht und die Cambridge-Zertifizierung im mathematischen A-Level-Bereich.

Ferner machte sich das Seminarfach „Marianum for future“ auf den Weg nach Osnabrück, um an der dortigen Universität zu forschen. Die Schülerinnen und Schüler nehmen im Rahmen eines „Citizen Science Projekts“ an einem Nitratmonitoring teil, welches in Kooperation mit den Uni-versitäten Osnabrück und Oldenburg unter der Schirmherrschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) stattfindet. Dabei treten die Jungforscher als Paten für Bürger aus dem Emsland auf, die Nitratmessungen in Gewässern durchführen. Darüber hinaus führen sie selbst alle zwei Wochen Messungen der Nitratkonzentration und des pH-Wertes an verschiedenen Gewässern durch.

Im Osnabrücker Schülerlabor konnten nun in professioneller Umgebung Verfahren und Vorgehensweisen zur Nitratmessung und -minimierung in Gewässern sowie zur Nitratadsorption im Boden experimentell untersucht werden. Außerdem besuchten Schülerinnen des 7. Jahrgangs die Jugendorganisation „ROYOUTH“ der Firma Rosen in Lingen. Das Ziel dieses Ausflugs war der Bau eines Lautsprechers, der mit dem eigenen Smartphone verbunden werden kann. Unter sehr freundlicher und kompetenter Anlei-tung wurden die Siebtklässlerinnen durch die einzelnen Arbeitsschritte geführt, wobei sie unter anderem auch einen Verstärker selbstständig zusammenlöten mussten. Am Ende kehrten die Schülerinnen zufrieden und mit funktionierenden Lautsprechern nach Meppen zurück.

Abgerundet wurde der MINT-Tag am Marianum durch einen Vortrag von Max Rödelsberger, Mit-arbeiter im European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt. Das ESOC ist das Kontroll-zentrum der European Space Agency (ESA), „Europas Tor zum Weltraum“. Seit 1967 ist es für den Betrieb sämtlicher ESA-Satelliten verantwortlich und leistet damit nicht zuletzt einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Klimawandels und der Luftqualität. Neben der Fremdsprache Eng-lisch sei es dabei in erster Linier eine gute Ausbildung in den MINT-Fächern, so Rödelsberger, die für potenzielle spätere Mitarbeiter von Bedeutung sei. Hier schafften Projekte wie der MINT-Tag sicherlich gute Voraussetzungen.

Gedankt sei abschließend all denjenigen, die an der erfolgreichen Durchführung des MINT-Tages beteiligt waren, und insbesondere Regina Wilkens als MINT-Koordinatorin.

 
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