Schüleraustausch zwischen Meppen und Gliwice
Besuch der polnischen Partner:innen in Meppen
Von Sebastian Gebben, 29.06.2026
Vom 14. bis 19. Juni 2026 fand am Gymnasium Marianum Meppen der Gegenbesuch der polnischen Austauschgruppe statt. Nachdem die deutschen Schülerinnen und Schüler bereits im März in Gliwice zu Gast gewesen waren und dort erste persönliche Kontakte knüpfen konnten, bot sich nun in Meppen die Gelegenheit, diese Begegnungen zu vertiefen und den Austausch weiter auszubauen. Die polnischen Gäste waren während der Woche in Gastfamilien untergebracht und erhielten dadurch einen unmittelbaren Einblick in den Alltag und das Leben in Deutschland.
Der Austausch begann am Sonntag mit der Ankunft am Marianum Meppen, wo die Gäste zunächst begrüßt wurden und anschließend Zeit in den Gastfamilien verbrachten. Am Abend trafen sich viele erneut in der Stadt zum Public Viewing des Fußballspiels Deutschland gegen Curaçao, das durch eine hohe Anzahl an Toren und eine entsprechend dynamische Spielentwicklung für viel Stimmung sorgte und für viele Beteiligte ein erstes gemeinsames Highlight der Woche darstellte.
Am Montag wurden die polnischen Schülerinnen und Schüler offiziell durch Herrn Rave an der Schule willkommen geheißen, bevor es anschließend gemeinsam nach Norddeich ging. Dort verbrachten die Gruppen Zeit am Strand, nutzten die Gelegenheit für Gespräche und ein gemeinsames Picknick und besuchten außerdem die Seehundstation. Obwohl das Wetter im Vergleich zu den folgenden Tagen noch eher kühl war, entwickelte sich ein gelungener erster gemeinsamer Ausflug.
Der Dienstag begann mit einem kurzen Besuch des Unterrichts am Marianum, bevor ein gemeinsamer Ausflug nach Haren und Bourtange folgte. In Haren stand ein Besuch des deutsch-polnischen Museums im Mittelpunkt, das sich insbesondere mit der polnischen Geschichte des Ortes und den historischen Verbindungen zwischen beiden Ländern beschäftigt und dem Austausch damit auch eine inhaltliche und geschichtliche Dimension verlieh. Anschließend ging es weiter nach Bourtange, wo die historische Festung im Rahmen einer Führung erkundet wurde und einen Eindruck von der damaligen Lebens- und Verteidigungsstruktur vermittelte.
Am Mittwoch ging es nach Münster. Dort wurden zunächst einige bedeutende Sehenswürdigkeiten im Rahmen einer Stadtführung besucht und deren Geschichte näher erläutert. Anschließend folgte eine Fotorallye in deutsch-polnischen Kleingruppen, bei der verschiedene Fotos an unterschiedlichen Orten der Stadt aufgenommen werden mussten. Zum Abschluss blieb noch Zeit, die Stadt eigenständig zu erkunden und in Kleingruppen durch Münster zu schlendern.
Der Donnerstag war als getrennter Programmtag gestaltet, an dem die polnischen Gäste Ausflüge nach Papenburg und Geeste unternahmen, unter anderem mit Besuchen der Meyer Werft sowie des Emsland Moormuseums, während die deutschen Schülerinnen und Schüler den regulären Unterricht besuchten.
Am Freitag stand der Abschluss der Woche im Mittelpunkt. Für die polnischen Gäste fand zunächst eine Stadtbesichtigung in Meppen statt. Anschließend trafen sich alle Schülerinnen und Schüler erneut an der Schule zu gemeinsamen sportlichen Aktivitäten. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Grillbuffet in der Cafeteria, bevor die polnischen Gäste am Nachmittag die Heimreise antraten.
Der Austausch hat die im März in Polen geknüpften Kontakte weiter vertieft und durch die gemeinsame Woche in Meppen gefestigt. Neben den kulturellen Eindrücken standen vor allem die persönlichen Begegnungen im Mittelpunkt, die den Austausch insgesamt bereichert haben.
Wir möchten uns insbesondere bei dem DPJW (Deutsch-Polnischen Jugendwerk) sowie der AKSB (Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke) für die großzügige Förderung bedanken, ohne die dieser wieder einmal sehr gelungene und Brücken bauende Austausch so nicht möglich gewesen wäre.









