Das Marianum verabschiedet seine Abiturientinnen und Abiturienten
Von T. Fiebig, 27.06.2026
Im feierlichen Rahmen der Meppener Freilichtbühne hat das Marianum seine Abiturientia 2026 verabschiedet und in das Leben nach der Schule entlassen. Bei hochsommerlichen Temperaturen erhielten 131 junge Menschen ihre Abgangszeugnisse aus der Hand von Schulleiter Hermann-Josef Rave.
Den Beginn der Entlassfeier markierte ein von Pastor Heldt und Propst Lanvermeyer gehaltener Abschlussgottesdienst, der thematisch auf das Motto des diesjährigen Abijahrgangs Abi 007 – Mission erfüllt, frag nicht wie referierte. „Heute ist ein Tag, um stolz zu sein. Ihr seid am Marianum erwachsen geworden, aber die Mission 007 ist noch lange nicht erfüllt!“, motivierte Pastor Heldt die Abiturientinnen und Abiturienten, das eigene Leben aktiv zu gestalten und Verantwortung für sich und die Gesellschaft zu übernehmen. Dieser Aufforderung wurde der Abiturjahrgang bereits im Gottesdienst selbst gerecht, war die gesammelte Kollekte doch gedacht für den Hospizhilfe Meppen e. V., dessen wertvolle Arbeit vorgestellt wurde. Nach der Segnung leitete Propst Lanvermeyer mit einem humorvollen „Gehet hin – und bleibt erstmal noch in Frieden!“ über zum zweiten Teil der Veranstaltung.
Diesen eröffnete ein stimmungsvoller Auftritt des Eltern-Lehrer-Chors, bevor Schulleiter Hermann-Josef Rave ans Mikrofon trat und warme Dankesworte an die Eltern und das Kollegium, die Tutorinnen und Tutoren, das Gottesdienstteam um Martin Haverkorn, die die Veranstaltung bereichernden Musikgruppen, die Verantwortlichen der Freilichtbühne, den Ehemaligenverein, die Prüfungskommission um Uli Weßling und Jahrgangskoordinator Hermann Breer, das Schulsekretariat, die IT und Hausmeister, die Schulassistenz um Hubert Schwenen sowie „alle an der heutigen Veranstaltung Beteiligten“ richtete. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem langjährigen Elternvertreter Herrn Schillers zuteil für seine stets konstruktive und engagierte Arbeit im Schulelternrat, die mit diesem Schuljahr endet.
Inhaltlich orientierte sich der Schulleiter in seiner Abschlussrede am schon genannten Abimotto. Neben einigen Parallelen zwischen James Bond und den Abiturientinnen und Abiturienten – z. B. Mehrsprachigkeit, eine hervorragende Ausbildung und ein gepflegtes Auftreten – seien auch fundamentale Unterschiede zu verzeichnen: So existiere heute keine „Lizenz zum Töten“ und schon gar kein Interesse am „Nicht-Investieren in feste, dauerhafte soziale Bindungen“. Vielmehr wünschte Hermann-Josef Rave den jungen Erwachsenen die Gaben der Weisheit, Einsicht und Erkenntnis, des Rates sowie der Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht. „Mit dem Schulabschluss habt ihr etwas Großartiges geleistet. Und egal, ob eine 1, 2 oder 3 vor dem Komma steht, eure Zeugnisse sind Ausdruck einer erfolgreichen Schulzeit am Marianum. Diese Mission ist also erfüllt, doch warten zweifellos viele weitere Missionen in der Zukunft, um das Leben sinnstiftend zu gestalten“, fasste der Schulleiter die Gemengelage kernig zusammen.
Sodann ergriffen Hermine Meyer und Carl Behnes für den Abiturjahrgang das Wort und lieferten einen umfassenden Rückblick auf die vergangenen neun Jahre am Marianum: Verlaufen an den ersten Schultagen in Klasse 5 – Neuaufteilung der Klassen im Jahrgang 7 – Segeltouren in Klasse 9 – Polen- und Frankreichaustausch in Klasse 10 – Fahrten wir das Skiprojekt oder nach Rom und Berlin im Jahrgang 11 – Kursunterricht, Jahrgangsfeten, Varieté, Studienfahrten, Mottowoche, Abiklausuren und Abiurlaub im Jahrgang 12/13. „Die Erinnerungen gehen weit über den Unterricht hinaus, haben uns als Jahrgang zusammengeschweißt und werden für immer bleiben“, waren sich Hermine und Carl einig. Neben verschiedenen Danksagungen richtete sich ein besonderes Augenmerk auf Jahrgangskoordinator Hermann Breer: „Wir können sehr froh sein, dass Sie unser Koordinator waren. Sie haben uns immer unterstützt und so viel für uns getan!“, brachten die beiden stellvertretend die Wertschätzung des gesamten Jahrgangs zum Ausdruck.
Im Anschluss wurden den Abiturientinnen und Abiturienten die lang ersehnten Abschlusszeugnisse überreicht. In vielen Fällen wurde das Abizeugnis „garniert“ mit zusätzlichen Auszeichnungen: (Online-)Stipendien, besondere Anerkennungen aus der Schulstiftung, von der Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen und der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer, Gratulationen und Mitgliedschaften der Dt. Gesellschaften für Physik, Chemie und Mathematik, MINT-EC-Zertifikate, DELF-Diplome, Ehrungen des Altphilologenverbandes Niedersachsen und des Dt. Historikerverbandes, CAE-Zertifikate, AS-Level-Prüfungen der Universität Cambridge sowie Ehrungen des besonderen Engagements für die Schulgemeinschaft im Sport, Sanitätsdienst, Schulorchester, Mittel- und Oberstufenchor, in der Schulband, der Schülervertretung, bei den Zweitzeugen, der MARMUN oder der Theater-AG belegen die außerordentlich breit gefächerten Begabungen und Interessen des diesjährigen Abschlussjahrgangs. Während der Zeugnisvergabe sorgten ein mitreißendes Gedicht von Pascal Habeck sowie der gelungene Auftritt eines Ensembles aus dem Musik-Leistungskurs von Frau Scharnhorst für Beifallsstürme im großen Rund der Meppener Freilichtbühne.
„Ich bin hier für die Werbung zuständig!“, trat danach Sabine van Zoest für den Ehemaligenverein ans Rednerpult und sprach dem Abiturjahrgang herzliche Glückwünsche aus: „Ihr habt es euch verdient, feiert schön!“ Augenzwinkernd-sympathisch griff van Zoest auf einige psychologische Tricks zurück, beispielsweise die soziale Bewährtheit, denn immerhin habe der Verein mittlerweile fast 800 Mitglieder, um die Neu-Ehemaligen von einer Mitgliedschaft zu überzeugen. Überdies wurden als besondere Auszeichnung für die besten Abiturergebnisse Gedenkmünzen des Ehemaligenvereins übergeben.
Für die Abschiedsworte der Elternvertreter hatte sich diesmal eine Gruppe von fünf Personen gefunden, die im munteren rhetorischen Wechselspiel agierten: „Euch allen gebührt unser großer Respekt, wir waren und sind eure größten Fans und feiern mit euch zusammen. Wir bleiben euer sicherer Landeplatz, wann immer ihr eine Pause braucht“, versprachen die Eltern verlässliche Unterstützung für die Zukunft. Besonders ermutigten sie dazu, stets mutig und hartnäckig zu bleiben, Zweiflern und Skeptikern zu trotzen: „Machen und leben, nicht so viel nachdenken! Lasst euch eure Träume nicht ausreden, sondern vertraut auf die eigenen Fähigkeiten!“
Die Rolle des Schlussredners übernahm Jahrgangskoordinator Hermann Breer. „Ihr seid ein ganz besonderer Jahrgang für mich“, begannen emotionale Abschiedsworte für „seine“ Abis. Es folgte ein humorvoller Rückblick auf zahlreiche gemeinsame Erlebnisse – von gewöhnungsbedürftigen persönlichen Vorstellungen in Klasse 10 bis zu fragwürdigen „Einlassmarkierungen“ auf der Varieté-Abschlussfeier. „Gestaltet mit einem klaren Wertekompass die Gesellschaft von morgen – das Wie zählt nämlich doch!“ referierte Hermann Breer ein letztes Mal auf das Abimotto und bedankte sich ganz besonders für das „grandiose Zusammenspiel“ bei Hermine Meyer und Carl Behnes, die „immer ein verlässlicher Draht in den Jahrgang“ gewesen seien.
Auch die Medien berichteten über die Entlassfeier der Abiturientia 2026:
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