Planspiel „Global Security“
Von Lene Huntemann und Emily Cervantes-Leigers, 10a, 11.05.2026
Am 28.04.2026 nahmen 25 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs des Gymnasiums Marianum Meppen am Planspiel „Global Security“ der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. und civic teil. Für einen Tag verwandelte sich der Veranstaltungsraum dabei in den Europäischen Rat: Statt normalem Unterricht standen Verhandlungen, Diskussionen und politische Entscheidungen auf dem Programm.
Nach einer kurzen Einführung schlüpften wir in die Rollen verschiedener EU-Mitgliedsstaaten, der Presse oder wichtiger Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Union. Schnell wurde klar: Jede Delegation verfolgte eigene Interessen und Ziele. Um sich bestmöglich vorzubereiten, informierten wir uns über die Positionen unserer Länder und entwickelten erste Strategien.
„Es war richtig spannend, weil man plötzlich selbst entscheiden musste und nicht nur über Politik gesprochen hat“, berichtet Lene Huntemann.
Im Verlauf des Planspiels diskutierten die Delegationen über aktuelle Themen der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Dabei ging es unter anderem um die Zusammenarbeit der Streitkräfte innerhalb der EU, den Umgang mit Russland, die Unterstützung der Ukraine sowie Fragen zur Cybersicherheit und zu humanitären Einsätzen.
Besonders interessant war, wie unterschiedlich die einzelnen Länder argumentierten. Während einige Staaten eng zusammenarbeiten wollten, pochten andere stärker auf ihre Eigenständigkeit. Dadurch entstanden intensive Debatten, spontane Bündnisse und immer wieder neue Kompromissvorschläge. Teilweise wurden Positionen leidenschaftlich verteidigt, sodass die Diskussionen fast wie echte politische Verhandlungen wirkten.
Auch hinter den Kulissen wurde viel beraten: In den Pausen wurden Bündnisse geschmiedet, Absprachen getroffen und neue Strategien entwickelt. Einige Länder arbeiteten eng zusammen, andere gerieten immer wieder aneinander. Vor allem bei den Themen Sanktionen und Cybersicherheit wurde deutlich, wie schwierig gemeinsame Entscheidungen in der Europäischen Union sein können.
„Man musste ständig überlegen, wie man die anderen Länder überzeugt. Das hat das Ganze total realistisch gemacht“, erzählt Emily Cervantes-Leigers.
Zum Abschluss wurden die Ergebnisse vorgestellt und in einer Talkshow der Pressegruppe diskutiert. Dabei konnten die verschiedenen Länder ihre Entscheidungen erklären und auf kritische Fragen reagieren. In der anschließenden Feedbackrunde waren sich viele einig: Das Planspiel war nicht nur informativ, sondern auch eine spannende Erfahrung, bei der Teamarbeit, Diskussionen und Kompromisse eine wichtige Rolle spielten.
Der Tag hat gezeigt, wie komplex politische Entscheidungen auf europäischer Ebene sind – und wie wichtig Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis für gemeinsame Lösungen bleiben.
Ein Dank geht auch an den Ehemaligen- und Förderverein des Marianum, der die Veranstaltung durch einen Zuschuss ermöglicht hat.






