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News 2026

Erasmus+-Förderung ermöglicht Fortbildungen in Dublin, Irland

Von N. Gödde und T. Schepers, 28.04.2026


Intensiv-Englisch-Sprachkurs in Dublin

Frau Gödde

Im Rahmen des Erasmus+-Programms hatte ich die Möglichkeit, vom 20.07.2025 bis zum 27.07.2025 an einem einwöchigen Intensiv-Englisch-Sprachkurs in Dublin teilzunehmen. Organisiert wurde der Kurs von „ISI Dublin“.

Der Unterricht fand täglich von 08:00 bis 13:30 Uhr statt und war abwechslungsreich gestaltet. Die erste Unterrichtsstunde konzentrierte sich auf „Grammar“. In den darauffolgenden drei Stunden stand „General English“ im Mittelpunkt, wobei alle Sprachkompetenzen (Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben) trainiert wurden. Die fünfte Stunde war dem Bereich „Conversation“ gewidmet, in dem wir unsere mündliche Ausdrucksfähigkeit in praxisnahen Situationen verbessern konnten.

Besonders bereichernd war die internationale Zusammensetzung des Kurses: In meiner Lerngruppe waren unter anderem eine Französin, eine Spanierin sowie zwei Brasilianerinnen – deutsche Lehrkräfte waren nicht vertreten. Dadurch ergaben sich viele authentische Gesprächssituationen auf Englisch. Der Kurs forderte uns auch über den Unterricht hinaus, da regelmäßig Hausaufgaben zu erledigen waren. Dabei musste ich mich häufig in die Lage unserer Schülerinnen und Schüler hineinversetzen, was mir neue Denkanstöße für meinen eigenen Unterricht gegeben hat. Am Ende der Woche schloss ich den Kurs erfolgreich mit einem Abschlusstest sowie der Präsentation einer selbst verfassten Short Story ab. Insgesamt hat die intensive Sprachpraxis mein Selbstbewusstsein im Umgang mit der englischen Sprache deutlich gestärkt.


Untergebracht war ich in einer Studentenresidenz mit Einzelzimmer. Im Rahmen der Gemeinschaftsküche und -räume war es mir zusätzlich möglich, auch außerhalb des Unterrichts mich mit anderen internationalen Teilnehmenden auszutauschen.

Die Nachmittage nutzte ich, um das Stadtzentrum von Dublin zu erkunden. Dabei besuchte ich unter anderem das Dublin Castle, das Nationalmuseum und das Trinity College. Am Wochenende unternahm ich Ausflüge in die Umgebung: So besuchte ich das malerische Küstenörtchen Howth sowie den erholsamen Ort Bray, wanderte entlang der beeindruckenden Klippen und erkundete den historischen Landsitz Killruddery. Zurecht gilt Irland als die „grüne Insel“.

Insgesamt war der Aufenthalt eine äußerst bereichernde Erfahrung, die nicht nur meine Sprachkenntnisse verbesserte, sondern mir auch wertvolle Impulse für meinen Unterricht gegeben hat.


Course for Teachers of Mathematics in Dublin

Herr Schepers

Im Rahmen des Erasmus+-Programm erhielt ich die Chance, für eine Woche nach Dublin zu reisen, um an einem Kurs für Mathematiklehrer aus ganz Europa teilzunehmen.

Der Kurs, organisiert von interEducation Dublin, lief vom 23.11.2025 bis zum 30.11.2025, meist immer von 09:30 bis etwa 17:00 Uhr an wechselnden Orten in der Stadt.

Die Themenpalette war breit und praxisnah mit Workshops zu folgenden Themen:


Statt endloser Theorie lag der Fokus auf Umsetzbarkeit: Aktivitäten zum Sofort-Ausprobieren und digitale Tools, die tatsächlich mehr sind als nur schicke Spielereien. Besonders ansprechend: Die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor.


Die Zusammensetzung der Gruppe war zunächst etwas ungewöhnlich: Ich war der einzige deutsche Kollege unter 19 Italienern und einem Spanier. Plötzlich war Englisch zwar die Verkehrssprache, aber das Gruppenklima war so lebhaft, dass ich zwischendurch große Fortschritte auch bzgl. meinem Italienisch machte. Zwischen Fachfragen zu Geometrie und Unterrichtsplanung wurden Sätze ausgetauscht, Witze gemacht und Erfahrungen geteilt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses war der bilinguale Ansatz CLIL (Content and Language Integrated Learning). Für mich als Lehrkraft eröffnete das neue Möglichkeiten: Mathematikinhalte und Sprachförderung zusammenzudenken und so Unterrichtsstunden anzubieten, die beiden Bereichen dienen.

Untergebracht waren die meisten der Teilnehmer, so auch ich, in Gastfamilien. Zusammen mit zwei Italienern wohnte ich bei Linda. In dieser intensiven Woche unternahmen wir neben den Seminaren und Workshops viel miteinander und wurden Freunde. Die freie Zeit nutzten wir, um Dublin zu erkunden. Das Stadtzentrum ist sehr lebendig und voll von Geschichte und Kultur, insbesondere von Musik. Dublin Castle, das Nationalmuseum und das Trinity College standen auf meiner Liste – und jede Station lohnte sich, ebenso wie irische Musik und Tanz in der Grafton Street und in den Pubs. Am Wochenende machten wir eine ausgedehnte Wanderung auf der Halbinsel Howth: Frische Luft, Meeresblick und das Gefühl, nach einer Woche voller Input einfach auch mal den Kopf durchzulüften — ideal, um die vielen neuen Ideen sacken zu lassen.


Die Woche in Dublin war mehr als eine berufliche Fortbildung: Sie war eine Mischung aus Weiterbildung, Sprachtankstelle und kulturellem Kurzurlaub. Ich kehrte zurück mit:


Kurz gesagt: Eine äußerst bereichernde Erfahrung, die nicht nur meine Unterrichtspraxis inspiriert hat, sondern auch meine Bereitschaft, international zu denken und zu kooperieren.
 
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