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News 2026

Vom Wind zum Kraftstoff

Besuch der e-Gas-Anlage in Werlte

Von Claudia Moga-Macovei, 19.03.2026


Am Donnerstag, den 12.03.2026, besuchten wir, die Chemie-Leistungskurse von Frau Eilermann und Herrn Kossen, die e-Gas-Anlage in Werlte. Die Führung über das Gelände der Anlage passte perfekt zum aktuellen Unterrichtsthema „Elektrochemie“.

Die Anlage in Werlte war 2013 weltweit die erste industrielle Anlage, die aus Wasser und Kohlenstoffdioxid in einem zweistufigen Verfahren aus Elektrolyse, mit erneuerbarem Strom, und katalytischer Methanisierung synthetisches Methan, oder eben „e-Gas“, herstellte.

Im Detail funktioniert der Prozess folgendermaßen: Windstrom aus den Windparks des Hümmlings und der norddeutschen Küstenregion treibt drei Elektrolyseure an, die durch die Zufuhr elektrischer Energie Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten – ein klassisches elektrochemisches Verfahren. Der entstandene Wasserstoff reagiert anschließend mit Kohlenstoffdioxid aus einer benachbarten Biogasanlage zu Methan. Dieses Gas kann in das Erdgasnetz eingespeist oder weiter zu flüssigem Methan (LNG) verarbeitet werden.

Solche (elektro-)chemischen Prozesse tragen dazu bei, erneuerbare Energie speicherbar und transportierbar zu machen. Gerade in Zeiten von Klimadebatten und Energiefragen zeigt die Anlage, wie wichtig innovative Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung sind und welche zentrale Rolle die (Elektro-)Chemie in der Energiewende spielt.

Der Besuch machte also deutlich: Chemie, Technik und Energiepolitik hängen eng zusammen! Wir bedanken uns sehr herzlich beim Chemieingenieur Herrn Warrink für die äußerst informative Führung über die Anlage!
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