Berlinfahrt 2025
Von J. Baum, 27.06.2025
Nachdem sich bereits am Mittwoch vorher 50 Schüler:innen aus dem Jahrgang 11 auf den Weg nach Rom gemacht haben, starteten am Sonntag, 15. Juni 2025, zwei Busse mit 86 Schüler:innen um 08:00 Uhr nach Berlin. Geplant und begleitet wurde die Fahrt von den Klassenlehrkräften Frau Kley, Herr Haverkorn, Frau Gödde, Herr Baum, Frau Kamps und Frau Eilermann.
Sonntag, 15. Juni, Anreisetag
Aufgeregt und gut gelaunt fahren die Busse am Sonntag Morgen vom Marianum ab. Ziel: „martas Gästehaus“ in unmittelbarer Nähe des Berliner Hauptbahnhofs. Ein abwechslungsreiches Programm wartet auf die Schüler:innen und die Lehrkräfte. Der erste Programmpunkt der Fahrt liegt sogar 200 km vor Berlin: zwischen Helmstedt und Marienborn verläuft heute die Landesgrenze von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Früher verlief hier die Frontlinie des Kalten Krieges. Die „Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn“ ist ein Zeugnis dieser Zeit. Zu sehen gibt es hier historische Grenzanlagen der DDR; in einer Führung werden historische Hintergründe erläutert. Nach der Ankunft in der Herberge und einem gemeinsamen Abendessen klingt der erste Abend in Berlin entspannt aus.
Montag, 16. Juni
Am Vormittag erkunden die Schüler:innen wesentliche Sehenswürdigkeiten Berlins selbstständig in einer Stadtrallye, die über die App „Action Bound“ läuft. Dabei müssen sowohl kreative Aufgaben (u.a. Interview mit einem „echten Berliner“, historische Szene vor dem Stadtschloss drehen) als auch Quizfragen bewältigt werden. Ganz nebenbei bekommt die Gruppe ein Gefühl für Berlin.
Am Nachmittag werden die ersten gewonnenen Eindrücke in Wahlpflichtangeboten vertieft. Dabei besuchen verschiedene Gruppen das DDR-Museum, das Humboldt Forum und das Berliner Dungeon. Den Abend gestalten die Schüler:innen selbstständig.
Dienstag, 17. Juni
Am Jahrestag des Aufstandes vom 17. Juni 1953 steht der Besuch der „Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen“ an, einem ehemaligen Gefängnis der Stasi. Hier saßen politische Gefangene ein, vor allem Menschen, die aus der DDR fliehen wollten. Die Führungen, die überwiegend von ehemaligen Häftlingen gehalten wurden, waren beeindruckend. Am Ende steht das Gefühl, dass es sich lohnt für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zu kämpfen.
Der Nachmittag widmet sich einem anderen dunklen Kapitel der Deutschen Geschichte: dem Holocaust. Am „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ erfährt die Gruppe einiges über dessen Konzeption; der anschließende Besuch der Ausstellung unter dem Stelenfeld ist beeindruckend und bewegend und beschäftigt alle auch in der anschließenden freien Zeit.
Mittwoch, 18. Juni
Heute wird es politisch: die Schüler:innen des Marianums besuchen das Herz der deutschen Demokratie, den Bundestag. In einem Vortrag auf der Besuchertribüne werden Funktion und Arbeitsweise des Parlaments erläutert. Danach erzählen Mitarbeiterinnen von MdB Albert Stegemann von ihrer Arbeit und der eines Bundestagsabgeordneten. Zum Abschluss fährt die Gruppe nach oben in die Reichstagskuppel und genießt den großartigen Ausblick über Berlin.
Am Nachmittag steht das „jüdische Berlin“ auf dem Programm. Bei einer Führung durch die „Neue Synagoge“ und das angrenzende Stadtviertel erfahren Schüler:innen und Lehrkräfte viel über die jüdische Geschichte in Berlin und über die jüdische Religion. Alle sind betroffen und beschämt von den Sicherheitsmaßnahmen, die auch heute in 2025 nötig sind, um jüdisches Leben in Deutschland zu schützen.
Donnerstag, 19. Juni
Am letzten vollen Tag wird das Olympiastadion besucht – das Highlight der Woche für viele Schüler:innen. In einer Tour durchs Stadion erfährt die Gruppe viel Wissenswertes über die Geschichte, die Architektur und die Gegenwart des imposanten Gebäudes.
Am Nachmittag teilt sich die Gruppe: Die Einen fahren zurück in die Stadt und besuchen die Ausstellung über die Geschichte des Parlamentarismus im Deutschen Dom. Die Anderen entspannen am Wannsee. Der Tag endet mit einem gemeinsamen Abendessen in der Unterkunft und der Siegerehrung für die Stadtrallye.
Freitag, 20. Juni, Abreisetag
Die Busse fahren pünktlich ab und kommen gegen 17 Uhr in Meppen an. Eine ereignisreiche Woche geht zu Ende.