Die Deutsche Stiftung
für Denkmalschutz führt am 12. September 2010 wie in
jedem Jahr ihre Aktion "Tag des offenen Denkmals" durch. Auf
ihrer Internetseite www.tag-des-offenen-denkmals.de wird der Wettbewerb
so
vorgestellt:
Thema am 12. September 2010: Kultur in Bewegung -
Reisen, Handel und Verkehr
Kultur in Bewegung
"Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" lautet das Motto des
diesjährigen Tags des offenen Denkmals am 12. September 2010.
Damit steht erneut ein Thema im Zentrum des Denkmaltags, das durch
seine Vielseitigkeit besticht.
Veränderungen durch neue Einflüsse von
außen prägen die Entwicklung unserer Kultur, das
lässt sich auch an historischen Bauwerken erkennen.
Wanderhandwerker und fremde Baumeister verbreiteten neues
architektonisches Know-how in ganz Europa. Dadurch entstanden neue
Stilformen, deren Ideen sich rasch überregional durchsetzten
wie etwa die Gotik im Mittelalter oder die Renaissance und der Barock
in der Neuzeit. Durch Händler wurden Waren und Materialien
über weite Strecken ausgetauscht. Die oft nur
lückenhaft ausgebauten Handelsrouten und schlechten
Verkehrsmittel begrenzten aber zugleich auch die neuen
Möglichkeiten, so dass - bleiben wir im Mittelalter - die
gotischen Kathedralen und Repräsentationsbauten dort aus
Backstein errichtet wurden, wo Naturstein nicht in ausreichender Menge
zu Verfügung stand.
Denkmale des Reisens, Handels und Verkehrs
Das Erweitern und Erneuen des Straßennetzes, der Bau von
Eisenbahnstrecken und Schifffahrtskanälen und den
entsprechenden neuen Verkehrsmitteln seit Mitte des 18. Jahrhunderts
ermöglichte einen deutlich größeren
Warenaustausch. Diese bessere Versorgung mit Rohstoffen und
Handelswaren begünstigte die Verstädterung, die sich
seit dieser Zeit beobachten lässt. Das schnelle Wachsen der
Städte hat aber noch einen weiteren Grund, der auf die neuen
Verkehrsnetze zurückzuführen ist: Die vergleichsweise
preiswerte Nutzung dieser Transportwege für breite
Bevölkerungsschichten ermöglichte auch die Migration
großer Gruppen von armen Landregionen in die schnell
wachsenden Städte mit ihren Fabriken und den vermeintlich
besseren Lebensbedingungen. Andere führten diese Wege - vor
allem die Eisenbahn und die Schifffahrt des 19. Jahrhunderts sind hier
zu nennen - in die großen Auswandererhäfen an der
Nordsee oder nach Osten.
Was könnte am Denkmaltag gezeigt werden?
Im Folgenden einige Beispiele zum Anklicken:
- Archäologische
- Stätten
- Wasserstraßen
- Eisenbahnen
und Schienennetze
- Straßennetze
- Poststationen
und Gasthäuser
- Siedlungen
- Einflüsse
fremder Baumeister und Handwerker
- Orte
des Handels
- Zollstationen,
Lagerhäuser, Häfen und
- Bahnhöfe
- Pilgerwege,
Wallfahrtsorte und Herbergen
- Verkehrsmittel
Doch wie immer gilt: Auch wenn Sie sich mit Ihrem Denkmal nicht in dem
Motto wiederfinden - alle sind herzlich eingeladen, sich am Denkmaltag
zu beteiligen und ihn mit sehenswerten Objekten und spannenden
Veranstaltungen zu bereichern.
Quelle:
www.tag-des-offenen-denkmals.de
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