Agenda am Marianum |
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Anstoß / Idee
Im Jahr 1992 fand in Rio de Janeiro die "Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung" statt,
an der mehr als 170 Staaten teilnahmen. Als Ergebnis dieser Konferenz entstand die Agenda 21. Sie stellt ein
Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert dar, mit dessen Hilfe die Entwicklung der Menschheit zukunftsfähig
gestaltet werden soll. Unter dem Leitsatz: Global denken - lokal handeln! gilt es die Bedürfnisse der
heutigen Generation zu befriedigen, ohne dabei die Lebenschancen künftiger Generationen zu gefährden.
Unter den Themen, die weltweit aufgegriffen werden sollen, sind insbesondere Armutsbekämpfung,
Siedlungsentwicklung, Bevölkerungswachstum, Konsumgewohnheiten, Abfallwirtschaft, Schutz der Erdatmosphäre
und empfindlicher Ökosysteme, Bildungsförderung, nachhaltige Landwirtschaft sowie die Förderung
entsprechender Bereiche in Wissenschaft und Technik. /
Seit dem Schuljahr 2000/2001 bildet das Thema Lokale Agenda 21 die Basis für die von den Schülerinnen
und Schülern des Leistungskurses Erdkunde (Jahrgang 12) am Gymnasium Marianum zu erstellende Facharbeit.
Die Idee entstand schon während der Auftaktveranstaltung zur "Lokalen Agenda 21 für den Landkreis Emsland"
am 27. April 1999. Konkretisiert wurden die ersten Gedanken dann im Zusammenhang mit der Auftaktveranstaltung
der "Lokalen Agenda 21 der Stadt Meppen" im Jahre 2000.
Vorstudie / Hauptstudie
Die aktive Teilnahme an verschiedenen Arbeitskreisen zur Lokalen Agenda 21, insbesondere "Stadtentwicklung" und
"Umweltschutz" (beide Stadt Meppen) und "Bildung zur Agenda 21 / Regionales Lernen" (Landkreis Emsland),
half die Aufgabengebiete und Einzelthemen zu konkretisieren. Durch die Thematisierung der Lokalen Agenda 21
in den Facharbeiten sollte nicht nur theoretisch über die möglichen Zukunftsperspektiven diskutiert werden,
sondern als ganz konkrete Möglichkeit der Umsetzung der Agendagedanken eine Neuausrichtung der Bildung auf
eine nachhaltige Entwicklung, die das ursprüngliche Agenda 21-Dokument fordert, praktiziert werden.
Durchführung
Zu Beginn des Projektes wurden die Schüler und Schülerinnen im Rahmen des Unterrichts jeweils durch Vorträge zur Lokalen Agenda 21 durch die Agenda-Beauftragten der Stadt Meppen und des Landkreises Emsland umfassend informiert. Agenda 21, Umwelt und Entwicklung wurden so in den Unterricht integriert. Darauf aufbauend führten die Schüler und Schülerinnen dann eigene Recherchen zum jeweiligen Einzelthema ihrer Facharbeit durch. Unter Einbeziehung lokaler und regionaler Einzelthemen konnten auf diese Weise kooperativ erste Vernetzungen geschaffen und die vorgefundenen Sachverhalte durch eigene Analysen, Konzepte und Ideen ergänzt werden. Die Facharbeiten der Schüler und Schülerinnen des Erdkunde-Leistungskurses wurden eigenverantwortlich über einen Zeitraum von 6 Wochen erstellt. Sie liefern im Ergebnis ein Bündel an wissenschaftlich propädeutischen Texten, ergänzt durch Literaturhinweise und entsprechende Angaben für Fundstellen, die im Ergebnis ortsnah und praxisbezogen über agendarelevante Inhalte informieren.
Erhaltung / Fortsetzung
Seit dem Schuljahr 2000/2001 wurden die Facharbeiten im Rahmen der Lokalen Agenda 21 jeweils in einer
Gesamtdokumentation zusammengefasst. Es fand jeweils eine Abschlussbesprechung mit den Schülern und
Schülerinnen, dem Kursleiter, der Schulleitung, den Agenda-Beauftragten und weiteren Vertretern der
Stadt Meppen und des Landkreises Emsland statt. Dabei wurde u.a. mit den Jugendlichen vereinbart,
ihre Themen durch Vorträge in Agenda-Arbeitskreisen einzubringen. Durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit
wird das Projekt "Facharbeiten zur Lokalen Agenda 21", bei dem die Schülerinnen und Schüler in vorbildlicher
Weise ein ausgeprägtes Umwelt- und Entwicklungsbewusstsein bewiesen haben, bekannt gemacht. Durch ihr
beispielhaftes Handeln motivieren sie mit ihren Facharbeiten andere Jugendliche und Erwachsene zugleich
zur aktiven und verantwortungsbewussten Mitsprache und Mitgestaltung der gemeinsamen Zukunft. Dieses
Schulprojekt, das sich in der vorliegenden Form als insgesamt beispielhaftes Projekt zwischen dem
Gymnasium Marianum, der Stadt Meppen und dem Landkreis Emsland darstellt, soll möglichst dauerhaft
im Sinne der zukunftsfähigen und nachhaltigen Entwicklung auf der Grundlage des dabei bewiesenen
kommunikativen und kooperativen Wirkens realisiert werden.
Ansprechpartner am Marianum
OStR Achim-M.Geelen MA, Gymnasium Marianum Meppen, Tel. 05931 - 5475
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