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Europäische Akademie Berlin


Oberstufenschüler diskutieren Europa

 
Von Tobias Ahrends
Kurz vor der „heißen“ Klausurenphase machte sich wie bereits im letzten Jahr eine Reisegruppe von acht Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs auf den Weg zur Europäischen Akademie in Berlin. Einige hatten bereits Erfahrungen aus dem letzten Jahr sammeln können, anderen konnte man die Vorfreude auf das Wochenende, welches sie nur aus den Erzählungen der Mitschüler kannten, ansehen. Die Kosten dieser Fahrt und des Aufenthalts beliefen sich auf ein Minimum und ermöglichten so eine unvergleichliche Erfahrung des Austausches mit Jugendlichen und hochrangigen Referenten.

Diskutierte man beim letzten Mal noch in überschaubarem Rahmen von 15 Anwesenden über den „Herbst der Freiheit – 20 Jahre Mauerfall“, so traf man auf fast 50 Schüler und Studenten, unter ihnen auch alte Bekannte aus dem Vorjahr, während des Jugendkongresses „Das vereinigte Deutschland im zusammenwachsenden Europa: Rückblick und Ausblick“.

Aufgrund von anstehenden Klausuren am Freitagmittag konnte unsere Reisegruppe erst gegen Abend die Unterkunft in Berlin Grunewald erreichen. Deshalb blieb leider auch das Gespräch mit den ersten Referenten und Autoren aus, welches wir gerne gesucht hätten. Dennoch konnte der freie Abend zur „Erholung“ an Berlins Ku’damm genutzt werden, der uns für die ausfallenden Programmpunkte vertröstete.

Am nächsten Morgen wartete dann das erste „Schwergewicht“ auf uns. Eine Diskussionsrunde mit dem Journalisten Frank Herold von der Berliner Zeitung über das Thema „Die deutsche Einheit und Deutschlands Politik in Europa: Blicke von Innen“. Bereits in dieser Debatte wurde deutlich, dass sich nicht alle anwesenden Jugendliche mit Europa vollständig identifizieren können und auf die Europäische Union noch einiges an Arbeit wartet.

Anschließend sollte in Arbeitsgruppen kleine Reden für den anstehenden Besuch im dbb-Forum erstellt werden. Dieser Besuch war wohl erneut Highlight des gesamten Wochenendes und besonders die „Neuen“ in unserer Reisegruppe waren beeindruckt von der Größe des Saales. Unter Leitung von ZDF-Moderatorin Ina Baltes stellte man politischen Größen wie dem langjährigen EU-Kommissar Franz Fischler aus Österreich.

Zu den Forderungen unseres Kongresses gehörten u.a. die Verwirklichung von Chancengleichheit und Bürgernähe in der EU, die Wahrung von Stabilität und einem vernünftigen Ausgleich zwischen den Mitgliedsstaaten bis hin zur globalen Verantwortung Europas.

Zum Abschluss des Wochenendes in Berlin eröffnete uns Dr. Jaroslav Šonka einen Blick in die Einführung des Themas Europa in Film, Theater und Literatur. Anschließend suchten wir im Plenum mit ihm nach weiteren sehens-, und lesenswerten Filmen und Büchern.

Auch wenn wir wie im Vorjahr der letzte Anschlusszug in die Heimat verpasst wurde, so kann unsere Gruppe die Teilnahme an Seminaren und Kongressen in der EAB-Berlin nur ausdrücklich empfehlen. Nicht nur die hochkarätigen Programmpunkte sondern auch die kleinen Randgespräche mit Europäern in den Pausen sind die Reisemühen mehr als wert.