Gymnasium Marianum
Meppen
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Im Marionattentheater



Besuch im Marionettentheater in Lingen

 
Von M. Fuest
Zum Abschluss des Semesterthemas über Kleist und seine Werke konnten die Schülerinnen und Schüler der Deutschkurse von Herrn Fuest eine Aufführung ganz besonderer Art erleben: Sie bekamen durch Michael Sänger, den künstlerischen Leiter des Lingener Marionettentheaters, das dieser seit über 20 Jahren betreibt, in besonders anschaulicher Weise die Besonderheiten des Spiels der Marionetten erläutert und einen kleinen Einblick in das aktuelle Stück: Mozarts Zauberflöte. Michael Sänger möchte, dass auf seiner Bühne der Zuschauer erleben kann, auf welche Weise im 18. und 19. Jahrhundert die damals weit verbreiteten Marionettentheater ihre Stücke aufgeführt haben. Der Erfolg des Theaters ist so groß, dass alle Aufführungen im TPZ für die nächsten zwei Jahre bereits ausverkauft sind.

Im Mittelpunkt stand natürlich Gliederpuppe, die von Marionettenspielern mit Hilfe von Fäden bewegt wird, was eine naturgetreuere Darstellung der Figur zulässt. Außerdem kann der Spieler völlig verdeckt agieren, sodass nur die scheinbar eigenständige Figur für das Publikum sichtbar bleibt. Deshalb war es für Schülerinnen, Schüler und den Lehrer besonders interessant, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die komplizierte Technik für die Figuren, aber auch für die Beleuchtung und den Klang erläutert zu bekommen.

Im letzten Teil verdeutlichte Herr Sänger dann auch die Zusammenhänge des Textes von Kleist „Über das Marionettentheater“ (Text für das Abitur 2011), denn in diesem Essay wird von einem Tänzer berichtet, der die die „natürliche Grazie“ der Bewegungen der Marionetten bewundert und sie überzeugender findet als die der Tänzer auf der Bühne.