Gymnasium Marianum
Meppen
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Segeltour der Klasse 8 e

 
Von Corinna Lammers und Sarah Brümmer
Eine spannende Segeltour erlebte die Klasse 8 e vom 19. - 23. April auf der Nordsee und dem Ijsselmeer. Es fing mit einer langen Busfahrt zum Harlinger Hafen an.

Einigen wurde ganz mulmig, als sie sahen, dass wir über ein anderes Schiff mussten, um auf unser Schiff, die „Waddenzee“, zu kommen. Die „Kette“ vom Festland auf unser Schiff funktionierte prima, sodass wir in kurzer Zeit den Proviant und das gesamte Gepäck auf dem Schiff verstaut hatten.

Nachdem dieser Teil geschafft war und uns von unserem Maat Jan die wichtigsten Handgriffe gezeigt worden waren, konnte es auch schon losgehen. Die erste Fahrt wurde auf der Nordsee zur Insel Terschelling absolviert. Von dort aus segelten wir am nächsten Tag bei Sturm in Richtung Ijsselmeer, wo wir in Makkum anlegten. Beeindruckend war die Schleuse, durch die wir ins Ijsselmeer gelangten. Die Straße, die über die Schleusentore führt, wurde kurzerhand weggedreht, so dass wir mit unserem Zweimaster passieren konnten. Beim abendlichen Landgang hatten wir Gelegenheit, das kleine Städtchen kennen zu lernen.

Tagsüber mussten uns allmählich an die Worte "Segel setzen!" gewöhnen und wussten nach zwei Tagen schon ziemlich genau, welche Handgriffe von uns an Deck erwartet wurden. Am dritten Tag querten wir das Ijsselmeer bei Seitenwind mit Stärke 6. Es gab kaum jemanden, den die Schaukelei kalt ließ. Einige lenkten sich ab, indem sie zur Gitarrenbegleitung Fabians aus dem mitgebrachten „Segelliederbuch“ sangen, andere rückten eng auf Deck zusammen, starrten auf den Horizont und hofften, dass unser Skipper Erik alles im Griff hatte. Die meisten waren froh, als das Schiff nach dem kalten Windtag in Enkhuizen festmachte.

Frühstück, Mittagessen und Abendbrot wurden immer in der kleinen Kombüse jeweils von der eingeteilten Küchencrew angerichtet. Und mancher von uns hat richtig zu kochen und zu putzen gelernt. Am letzten Abend – wieder in Makkum – haben die Matrosen aller vier Schiffe die kleine Disco mitten im Ort unsicher gemacht.

Die Woche verging eindeutig zu schnell, trotzdem kann man eine solche Klassenfahrt nur weiterempfehlen, auch wenn sich der eine oder andere zwischendurch doch lieber FESTEN Boden unter den Füßen gewünscht hätte.