Gymnasium Marianum
Meppen
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Bio-Vortrag



Biologin Frau Dr. Klenner-Fringes besucht das Marianum

 
Von Rieke Jenke
Am 22.04.2010 versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs Q2, die Biologie als Unterrichtsfach belegt haben, eingeladen von der Fachschaft Biologie, in der Aula zu einem Vortrag von Frau Dr. Klenner-Finges, Dozentin der Universit‰t Osnabrück. Frau Dr. Klenner-Fringes ist Initiatorin der Säugetierforschung im Rahmen des E+E-Projektes ÑRenaturierung der Hasetal-Aue".

Nach einer Begrüflung durch Frau Wilkens konnte die Wissenschaftlerin den OberstufenSchülern eine Vielfalt von Informationen zu ihrem thematischen Schwerpunkt, den "Aquatischen Ökosystemen", bieten. Das E+E-Projekt wurde seit 1998 am unteren Hasetal, einem Flussabschnitt zwischen Hasel¸nne und Meppen etabliert, um wieder eine typische Auenlandschaft aufzubauen. Deiche wurden rückverlegt, sodass ein Retentionsraum entstand, in dem sich die saisonalen Hasehochwasser ausbreitenkonnten. Somit blieb dann die Flussniederung von Überschwemmungen verschont, wodurch die so geschaffenen Überflutungsflächen die Entwicklung einer Auenlandschaft möglich machten.

Nach diesem Vorlauf berichtete Frau Dr. Klenner-Fringes von ihrem primären Aufgabenbereich, der Entwicklung der Säugetierpopulation an diesem Flussabschnitt, insbesondere der semiaquatischen Säugetiere. Zu Beginn der 90er Jahre sei der Eurasische Biber erfolgreich wieder angesiedelt worden. Die Etablierung des Bibers sei hervorragend vonstatten gegangen, sodass sie den Weg für weitere Säugetieransiedlungen geebnet habe. So kamen in den 60ern der Bisam, später die Nutria und nun die Schermaus hinzu. Hierbei m¸sse jedoch nach dem Säugetier-Artengemeinschaftsmodell überprüft werden, ob diese Arten fähig sind, sich als Gilde im Hasetal nebeneinander ansiedeln zu können. Nach Ansiedlung von Sumpfmaus und Eurasischem Nerz, müsse nun ethomorphologisch analysiert werden, ob die Sumpfmaus als ein semiaquatischer Ökotyp eingeordnet werden könne. Schließlich soll die Eroberung der Aue-Gebiete durch KleinSäugetiere weiter beobachtet werden, genauer gesagt, die Mobilität und das Siedlungsverhalten der Kleinsäugetiere und ihrer Beutetiere.

Zum Abschluss honorierten die Schülerinn und Schüler den umfangreichen Vortrag von Frau Dr. Klenner-Fringes mit vielen Nachfragen, denen die Dozentin Rede und Antwort stand.