Gymnasium Marianum
Meppen
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Romfahrt 2009


Urbs aeterna oder: Wo geht es hier zum Trevibrunnen?

 
Von M. Voetlause
Für gut acht Tage haben sich 45 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 auf eine ebenso anstrengende wie schöne Studienfahrt nach Rom und Pompeji begeben, um wichtige antike und christliche Stätten europäischer Kultur kennenzulernen. Nach einer Zwischenübernachtung in Trento, das durch seine malerische Lage und die Kulturdenkmäler der Altstadt beeindruckte, kam die Gruppe erst am Nachmittag des zweiten Tages in Rom an.

Schon die lange Busfahrt machte deutlich, welch außerordentliche Leistung es gewesen sein muss, ohne die modernen technischen Hilfsmittel das römische Weltreich aufzubauen und zu kontrollieren. Viele Facetten der römischen Geschichte (Herrschaft, Wirtschaft, Religion, Kunst, Architektur und Alltagsleben) wurden vor Ort von den Schülern selbst, die an den einzelnen Besichtigungsorten (Forum Romanum, Kolosseum, Circus Maximus, Forum Boarium, Kapitol, Vestatempel, Pompeji …) die Führung übernahmen, erläutert. Dieses Verfahren bewährte sich auch für die Besichtigung der wichtigsten christlichen Stätten (Petersdom, Santa Maria Maggiore, Lateran, St. Paul vor den Mauern, Engelsburg …) und zahlreicher Plätze (Piazza Navona, Piazza della Rotonda, Campo di Fiori, Piazza di Spagna, Piazza Venezia…) und Brunnen (Trevibrunnen, Vierströmebrunnen, Bienenbrunnen …).

Auch die neuere Geschichte Roms spiegelte sich in den Baudenkmälern – so die Einigung Italiens im Monumento Vittorio Emmanuele II. oder die Zeit des Faschismus in der Gedenkstätte an den Fosse Ardeatine sowie in der Architektur des Stadtteils E.U.R. – wider.

Zu den besonderen Höhepunkten zählten eine Papstaudienz, der Aufstieg auf die Kuppel des Petersdoms, die Besichtigung der Domitilla-Katakomben und der fast abenteuerliche Aufstieg auf den Vesuv. Nach dem allabendlichen gemeinsamen Restaurantbesuch bei „Oreste“ gestalteten die Schülerinnen und Schüler das weitere Abendprogramm in eigener Regie und überwanden dabei zahlreiche sprachliche und kulturelle Barrieren, lernten Jugendliche aus Italien und anderen europäischen Ländern kennen und gewannen in den vier für diese Zeit angemieteten Wohnungen ohne Zweifel neue Erfahrungen im Zusammenleben auf engstem Raum. Wen wundert es, dass der Nachtschlaf ein wenig darunter litt und dass nahezu jeder den Eindruck gewann, der Tag habe mehr als 24 Stunden?

Die begleitenden Lehrer, Frau und Herr Möhn, Frau Dölle und Herr Voetlause, waren sehr froh über die anhaltend gute Stimmung in der Gruppe („Lasciate mi cantare …“) und die Disziplin, mit der die Schülerinnen und Schüler dieses Programm absolviert haben, und würden mit dieser Gruppe jederzeit wieder „auf Tour“ gehen.