Von M. Voetlause
Für gut acht Tage haben sich 45 Schülerinnen und
Schüler der Jahrgangsstufe 13 auf eine ebenso anstrengende wie
schöne Studienfahrt nach Rom und Pompeji begeben, um wichtige
antike und christliche Stätten europäischer Kultur
kennenzulernen. Nach einer Zwischenübernachtung in Trento,
das durch seine malerische Lage und die Kulturdenkmäler der
Altstadt beeindruckte, kam die Gruppe erst am Nachmittag des zweiten
Tages in Rom an.
Schon die lange Busfahrt machte deutlich, welch
außerordentliche Leistung es gewesen sein muss, ohne die
modernen technischen Hilfsmittel das römische Weltreich
aufzubauen und zu kontrollieren. Viele Facetten der römischen
Geschichte (Herrschaft, Wirtschaft, Religion, Kunst, Architektur und
Alltagsleben) wurden vor Ort von den Schülern selbst, die an
den einzelnen Besichtigungsorten (Forum Romanum, Kolosseum, Circus
Maximus, Forum Boarium, Kapitol, Vestatempel, Pompeji …) die
Führung übernahmen, erläutert. Dieses
Verfahren bewährte sich auch für die Besichtigung der
wichtigsten christlichen Stätten (Petersdom, Santa Maria
Maggiore, Lateran, St. Paul vor den Mauern, Engelsburg …)
und zahlreicher Plätze (Piazza Navona, Piazza della Rotonda,
Campo di Fiori, Piazza di Spagna, Piazza Venezia…) und
Brunnen (Trevibrunnen, Vierströmebrunnen, Bienenbrunnen
…).
Auch die neuere Geschichte Roms spiegelte sich in den
Baudenkmälern – so die Einigung Italiens im
Monumento Vittorio Emmanuele II. oder die Zeit des Faschismus in der
Gedenkstätte an den Fosse Ardeatine sowie in der Architektur
des Stadtteils E.U.R. – wider.
Zu den besonderen Höhepunkten zählten eine
Papstaudienz, der Aufstieg auf die Kuppel des Petersdoms, die
Besichtigung der Domitilla-Katakomben und der fast abenteuerliche
Aufstieg auf den Vesuv. Nach dem allabendlichen gemeinsamen
Restaurantbesuch bei „Oreste“ gestalteten die
Schülerinnen und Schüler das weitere Abendprogramm
in eigener Regie und überwanden dabei zahlreiche sprachliche
und kulturelle Barrieren, lernten Jugendliche aus Italien und anderen
europäischen Ländern kennen und gewannen in den vier
für diese Zeit angemieteten Wohnungen ohne Zweifel neue
Erfahrungen im Zusammenleben auf engstem Raum. Wen wundert es, dass der
Nachtschlaf ein wenig darunter litt und dass nahezu jeder den Eindruck
gewann, der Tag habe mehr als 24 Stunden?
Die begleitenden Lehrer, Frau
und Herr Möhn, Frau Dölle und Herr Voetlause, waren
sehr froh über die anhaltend gute Stimmung in der Gruppe
(„Lasciate mi cantare …“) und die
Disziplin, mit der die Schülerinnen und Schüler
dieses Programm absolviert haben, und würden mit dieser Gruppe
jederzeit wieder „auf Tour“ gehen.
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