In einer kleinen Feierstunde verabschiedete sich das Kollegium des
Marianums von seinem langjährigen Mitstreiter Albrecht Tschan.
Mit der Formulierung "Mein lieber Freund und Kupferstecher" nahm Leo
Pott in seiner Verabschiedungsrede zunächst Bezug auf Herrn
Tschans handwerklichen und künstlerischen Werdegang, der mit
einer Ausbildung zum schwäbischen Kupferstechermeister begann.
Er dankte sodann für 29 Jahre treue
Pflichterfüllung im Dienst des Marianums und
überreichte ihm die Entlassungsurkunde der Schulstiftung.
Mit einer humorvollen Ansprache übernahm der Fachobmann der
Kunstfachgruppe am Marianum, Herrman-Josef Alves, die weitere
Verabschiedung. Er erinnerte daran, dass
Albrecht Tschan noch zu der "aussterbenden Spezies von Lehrern, die
fast ausschließlich das Fach Kunst unterrichteten" gehöre. Daneben
habe er aber auch "zeitweise das Fach Werken erteilt, (um) ... am
Marianum Voraussetzungen zu schaffen, dass ganzheitliches Lernen, d. h.
Lernen mit Kopf, Herz und Hand bei Schülerinnen und
Schülern auch tatsächlich gelingen konnte." ...
Alves weiter: "In 29 Jahren am Marianum hast du, Albrecht, hier so
viele Unterrichtsstunden im Fach Kunst erteilt wie bisher noch niemand,
und es ist auch nicht absehbar, dass dieser Rekord irgendwann einmal
gebrochen wird, wenn man bedenkt, dass die gegenwärtigen und
zukünftigen Fachkolleginnen und -kollegen mit mehr oder
wenigen Stunden in einem weiteren Unterrichtsfach eingesetzt werden. So
gibt es wohl auch nur wenige aktuelle und ehemalige
Schülerinnen und Schüler, die im Laufe ihrer Zeit am
Marianum nicht durch deine Schule gegangen sind. (...)
Dass du unter diesen schwierigen Bedingungen knapp drei Jahrzehnte lang
fast ausschließlich das Fach Kunst unterrichtet hast, lieber
Albrecht, verdient Respekt und Anerkennung von uns allen. Die
Fachkolleginnen und -kollegen Kunst möchten sich für
deine geleistete Arbeit bedanken und wünschen dir und deiner
Familie für die Zukunft alles Gute."
Albrecht Tschan selbst bedankte sich bei seinen Kolleginnen und
Kollegen für vertrauensvolle Zusammenarbeit und "all die
schönen Jahre am Marianum". Dem Marianum schenkte er zum
Abschied zwei eigene Werke: eine eigene Interpretation
des "sitzenden Klosterschülers" (Barlach) sowie ein
Gemälde, das seinem Lieblingskünstler Gauguin
nachempfunden ist.
Wie Gauguin wird übrigens auch Albrecht Tschan seinen Wohnsitz
in die Bretagne verlegen!
Auch dem Kollegium bereitete er eine kleine Überraschung,
indem er während des folgenden Umtrunks eigene Drucke aus
seiner bekannten Ausstellung 'Crack-Art' im Jahre 2000 in Hannover (von
der damals auch Print- und Fernsehmedien berichteten) signierte und den
Kollegen schenkte.
Die ganze Schulgemeinschaft dankt Herrn Tschan für seinen
Dienst am Marianum, der am heutigen 30. September endet, und wünscht
ihm für seinen Ruhestand
viel Freude an künstlerischer Weiterentwicklung und dem Leben
in der französischen Idylle!
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