Gymnasium Marianum
Meppen
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Austausch mit Emmen


Schüleraustausch mit Emmen 

 

Von T. Schepers

Sport, Kunst, Musik und Sprache verbindet: Schülerinnen und Schüler des Gymnnasium Marianum Meppen und des Hondsrug College Emmen erlebten ganz besondere gemeinsame Tage
In einer Schülerbegegnungswoche vom 21. bis 25. September trafen sich 25 niederländische und 25 deutsche Jugendliche der zwei benachbarten Gymnasien, um sich über viele Bereiche des Lebens und der Kultur auf beiden Seiten der Grenze auszutauschen. Dabei lebten die Schüler von Montag bis Mittwoch in den niederländischen und von Mittwoch bis Freitag in den deutschen Familien. Unterstützt wurde das Projekt von der Ems-Dollart-Region (EDR).

Begonnen hatte die Woche in Emmen mit der künstlerischen Arbeit am Projekt „Holzpuzzle“. Dazu wurden jeweils zwei vor der Begegnungswoche getrennt voneinander gestaltete Puzzleteile bei der Zusammenkunft zusammengeführt. Die Aufgabe der Schülergruppen war es nun daraus eine Einheit zu bilden, ohne dass der Charakter der einzelnen Teile entfremdet wird. Damit wurde auf künstlerische Art das Zusammenwachsen zweier Nationen symbolisiert. Zu sehen sind die acht so enstandenen Exponate seit Mittwoch letzter Woche im Foyer des Gymnasium Marianum.

In weiteren Unterrichtsstunden wurden den Schülern spielerisch Sprache, Land und Leute des Nachbarlandes näher gebracht. Im Vordergrund stand dabei, dass die Schülerinnen und Schüler miteinander kommunizieren. Nachdem zunächst hauptsächlich Englisch als verbindende Sprache diente, konnte man am Ende der Woche beobachten, dass immer häufiger Deutsch und sogar Niederländisch gesprochen wurde.

Auch kamen Sport, Spaß und Spiel nicht zu kurz, so dass die Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis sowohl für Schüler als auch für die betreuenden Lehrer wurde. So gab es in Emmen einen Nachmittag mit „Zumba“. In Amerika längst Kult geworden, vereint diese Bewegungsform Tanz und Fitness. Auf feurige lateinamerikanische Rhythmen wie Salsa, Merengue, Reggaeton, Bachata, Samba, Afro und Cumbia heißt es einfach nur „nachtanzen“ und „abtanzen“. Fast problemlos ließen sich unsere Schüler begeistern und von dem heißen Musik-Mix anstecken. In Deutschland bedeutete eine Kanufahrt auf der Hase von Bokeloh nach Meppen einen Höhepunkt der Woche. Die während dieser Fahrt schon gezeigten gesanglichen Talente der Schüler wurden am Freitag im Marianum in einer lebendigen Doppelstunde Musik nochmals besonders deutlich. Speziell eine improvisierte deutsch-niederländische Version von Hermann van Veens Lied „Opzij Opzij Opzij“ bzw. „Weg da weg da weg“ begeisterte die Schüler sehr. Vor der Abfahrt der niederländischen Schüler am Freitag gab es schließlich wieder zahlreiche Tränen.

Insgesamt zeigte die Woche in beeindruckender Weise, dass solche Begegnungen von Jugendlichen über die Grenze hinweg dazu beitragen, Missverständnisse vorzubeugen, Vorurteile abzubauen und aktive Völkerverständigung nachhaltig zu betreiben. Das Interesse am Nachbarland und an den Menschen dort wird gestärkt, wobei gerade in den Bereichen Kunst, Musik und Sport Grenzen verschwinden und Kulturen verschmelzen.