Von H. Kleene
In seiner Ansprache
erzählte der neue Schulleiter Pott von seiner
Fußballtruppe - bestehend aus Schülern der Klassen
fünf und sechs. Ganz aufgeregt seien sie vor einem halben Jahr
zu ihm gekommen und hätten gefragt: “Werden Sie der
neue Schulleiter?“ Nach einigen Ausflüchten habe er
dies bestätigt. Die Schüler daraufhin nach einigem
Zögern: „Bleiben Sie denn unser Trainer?“
Nach der Zusage sei die Truppe beruhigt abgezogen. Beim Weggehen habe
ein Schüler verlauten lassen:“ Dann ist es ja nicht
so schlimm!“
Der neue Schulleiter wollte dies als Relativierung seines Amtes
verstanden wissen. Er verstehe sich als Teamspieler, der nur mit Hilfe
der übrigen Schulleitung und des Kollegiums, der
Schüler und Eltern und aller am Schulleben Beteiligten die
bevorstehenden Aufgaben bewältigen könne. Er
versprach den anwesenden Direktoren der benachbarten Gymnasien und den
Leitern der Meppener Grundschulen eine vertrauensvolle und offene
Zusammenarbeit.
Zu Beginn der Feierstunde hatte Generalvikar Theo Paul mit der
Festversammlung einen Gottesdienst gefeiert. In der Predigt griff er
das Bibelwort „Ihr seid das Salz der Erde“ auf und
leitete daraus ein Anforderungsprofil für den Schulleiter ab.
In dem sich anschließenden Festakt zeichnete Dr. Winfried
Verburg den beruflichen Werdegang Potts nach. Nach dem Abitur am
Lingener Georgianum habe dieser fünf Jahre in Münster
Geschichte und Sport studiert. Nach dem Referendariat in Detmold habe
er 1981 seinen Dienst am Gymnasium Marianum angetreten und in der Folge
Aufgaben in der Mitarbeitervertretung und in der Schulleitung - zuletzt
als stellvertretender Schulleiter – wahrgenommen. Dr.
Veerburg strich besonders die Fähigkeit Potts heraus, Schule
konsequent an den Bedürfnissen der Schüler zu
orientieren, aber gleichzeitig alle am Schulleben beteiligten Gruppen
in den Dialog einzubeziehen.
Für die Landesschulbehörde und damit für das
Land Niedersachsen richtete LRSD Rolf Hopster herzliche
Glückwünsche aus. Eine solch schnelle und
reibungslose Neubesetzung des Schulleiterpostens sei heute selten
geworden. Er hob die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen
seiner Behörde und dem Marianum hervor – etwa beim
Dezernentenabitur.
Pater Rudolf Bleischwitz sprach für die Meppener
Kirchengemeinden und für das benachbarte Maristenkloster. Er
lobte die große Kommunikationsfähigkeit und
– bereitschaft Potts, der tief vom christlichen Glauben
geprägt sei. Als Sinnbild für das gute
Verhältnis zwischen Schule und Kloster führte er die
klaren Scheiben zwischen Schule und Kapelle bzw. Meditationsraum an:
Die gegenseitige Wahrnehmung sei dadurch stets gewährleistet.
Für die Kommune sprach Kreisrat Reinhard Winter, der auf die
gute Zusammenarbeit etwa bei den Projekten „Bildungsregion
Emsland“ und „Lokale Agenda 21“ verwies.
Der Kreis sei dankbar für das differenzierte Schulsystem mit
dem Mix aus öffentlichen und privaten Schulen. Angesichts der
auch im Emsland massiv zurückgehenden Schülerzahlen
mahnte er eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den einzelnen
Schulen an.
Die Vertreter der Fachgruppen und Mitarbeiter des Marianums
überreichten ihrem neuen Chef eine große
Schultüte mit Präsenten und den besten
Wünschen. Umrahmt wurde die von Annette Kreilos organisierte
Feierstunde von musikalischen Darbietungen der Fachschaft Musik. Die
Theater-AG führte zwei humoristische Sketche auf. Das Publikum
dankte mit lang anhaltendem Beifall.
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