Nach
18jähriger Amtszeit als Schulleiter des Marianums wurde Herr
Lübbers zum Schuljahresende in den Ruhestand
versetzt.
Die Verabschiedungzeremonie begann zunächst mit einer von
Generalvikar Theo Paul zelebrierten Messe in der Sporthalle.
Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst durch die Musiklehrer, die
der Veranstaltung mit stimmungsvollen mehrstimmigen Liedern einen
würdigen Rahmen verliehen. In seiner Predigt nahm der
Generalvikar Bezug auf das Thema "Unterwegs mit einer
Verheißung". Immer sei das Volk Gott am nächsten
gewesen, wenn es unterwegs gewesen sei. Auch den scheidenden
Schulleiter wies er darauf hin, dass er nun unterwegs in den
nächsten Lebensabschnitt sei, der ja durchaus als die "ganz
großen Ferien" aufzufassen sei. Er wünschte Herrn
Lübbers dazu Zufriedenheit, Gesundheit und Gottes Segen. Herr
Lübbers seinerseits richtete zum Schluss des
Gottesdienstes Worte des Danks für gute
Zusammenarbeit an die Schüler; er hoffe, dass seine
Schüler hätten wahrnehmen können, dass sie
immer im Zentrum seines beruflichen Strebens gestanden hätten.
Die Schüler bedankten sich bei ihm mit einem herzlichen
Applaus.
Den anschließenden Festakt in der Aula eröffneten
Worte des Leiters der Schulabteilung im Bistum, Dr. Winfried Verburg.
Er zeichnete wichtige Stationen in Herrn Lübbers Leben nach
bis hin zum Wechsel zu den "Amsivaren", zu dem er und seine Familie
sich entschloss, als er 1991 die Leitung der Schule übernahm.
Aus seinen vielfältigen Tätigkeiten hob Herr Verburg
besonders auch sein mannigfaches ehrenamtliches Engagement in Gremien
der Kirche hervor und dankte Schulleitung und Kollegium dafür,
dass alle die daraus resultierende Abwesenheit des Leiters immer
mitgetragen hätten. Weiterhin betonte er, Lübbers sei
immer ein engagierter Lobbyist der Belange seiner Schule gewesen, habe
aber zugleich immer auch die Bedürfnisse des Trägers
im Blick gehabt. Für die im Ruhestand anstehenden Aufgaben
pädagogischer (Herr Lübbers wird als Mathematiklehrer
an einer berufsbildenden Schule unterrichten.) und "kynagogischer" Art,
die er sich vorgenommen habe, wünsche er ihm
Glück und Erfolg. Dank und Anerkennung sprach er
dafür aus, dass Herr Lübbers seinem Nachfolger eine
für die Erfordernisse der Zukunft gut aufgestellte Schule
hinterlasse.
Den Dankesworten schloss sich für die
Landesschulbehörde der für das Marianum
zuständige Dezernent, Herr LRSD Hopster, an. Er hob hervor, er
habe in allen Jahren der Zusammenarbeit das Marianum als eine
"pflegeleichte" Schule kennen gelernt, was vor allem daran liege, dass
Herr Lübbers aus hundert unterschiedlichen
Lehrkräften aus ganz Deutschland ein Team geformt habe. Dabei
habe er selbst oft die Grenzen der Belastbarkeit
überschritten, zugleich aber die Belastungen seiner Kollegen berücksichtigt. Neben guter Arbeit im Abitur,
beispielhafter Schulprogrammarbeit sowie dem Anspruch, sich allen
schulpolitischen Anforderungen kritisch, aber immer konstruktiv zu
stellen, dankte Herr Hopster auch für den
langjährigen Einsatz im Rahmen der Fortbildung. Er verwies
darauf, dass Herr Lübbers an den ersten Rahmenrichtlinien
Informatik mitgearbeitet habe und, gleichsam als "Urgestein", als einer
der Ersten schon in den frühen 70ern Fortbildungen in Neuer
Technologie initiiert habe. Zum Abschluss überreichte Herr
Hopster die Entlassungsurkunde des Landes Niedersachsen, in dessen
Namen er Dank und Anerkennung für treue Dienste aussprach.
Auch die Direktorenvereinigung Weser-Ems verabschiedete sich von Herrn
Lübbers. Frau Woltmann aus Nordhorn sprach in ihrer
originellen Ansprache von einem Bild, das sie von Herrn
Lübbers habe: sie sehe ihn als Lenker auf einem Planwagen
sitzen. Er habe darauf geachtet, dass dem Planwagen der
Direktorenvereinigung nie die Achse gebrochen sei, indem er stets durch
schnelle Einarbeitung dafür gesorgt habe, ihr und ihren
Kollegen komplexe Problematiken schulpolitischer Neuerungen
erklären zu können. Manche Stellungnahme der
Direktorenvereinigung sei darauf zurückzuführen. Nun
sei die Vereinigung allein gelassen, da der Lenker vom Wagen
abgestiegen sei. Für den neuen Wagen, den er nun besteige,
wünschte sie ihm weniger Lasten und die "reine Lust am
Fahrvergnügen".
Für den Landkreis Emsland sprach die stellvertretende
Landrätin Margret Berentzen. Sie nahm znächst Bezug
auf das Leitbild der Schule. Hinter diesem mit seinem Anspruch eines
christlichen Selbstverständnisses könne man deutlich
Herrn Lübbers Handschrift lesen. Denn er habe sich nie nur um
die reine Wissensvermittlung bemüht, sondern seine Schule als
Ort der Gemeinschaft gesehen. Daraus habe er eine Atmosphäre
des Miteinander schaffen können. Sie selbst habe die Schule
auch als Mutter eines Absolventen erlebt und könne daher
einschätzen, wie sehr Herr Lübbers das Marianum
als emsländische Bildungseinrichtung "nach vorn
gebracht" habe. Der Schule wünsche sie nun einen reibungslosen
Führungswechsel, Herrn Lübbers danke sie für
seine Leistung für die Bildung im Landkreis Emsland und der
Stadt Meppen.
Das Lehrerkollegium wurde durch eine Ansprache des MAV-Vorsitzenden
Jürgen Klinger vertreten. Er trat mit der Absicht auf, das
gezeichnete "Bild des Mannes für alle Fälle" zu
ergänzen. Ihm persönlich habe damals bei
Dienstantritt - er zitierte dabei die bekannte Sentenz "Neue Besen
kehren gut" - besonders gefallen, dass der neue Schulleiter mit dem
Fahrrad zur Schule geradelt sei und dabei immer einen Helm getragen und
damit gleich Vorbildcharakter gezeigt habe. Auch das Bild des
Planwagenfahrers nahm Klinger auf und erinnerte an eine
Kollegiumsfahrt, bei der der Schulleiter persönlich sein
Kollegium gefahren habe. Nicht nur hier habe er sein
Organisationstalent bewiesen. Er habe Herrn Lübbers als stets
geduldigen Partner wahrgenommen, dem immer an praktikablen
Lösungen gelegen gewesen sei. Besonders sei dabei seine
Kompetenz in rechtlichen Belangen zugute gekommen. Neben seinem
Geschick in Personalentscheidungen und seiner Kritikfähigkeit
betonte Herr Klinger die vielen Innovationen, die er etwa bei der
Einrichtung von Projektklassen und neuen Wegen der
Öffentlichkeitsarbeit bewiesen habe. Gegenüber der
Landesregierung habe er bei problematischen Entscheidungen gestanden
"wie ein Fels in der Brandung". Herr Klinger fasste zusammen, es seien
18 gute Jahre für das Marianum gewesen. Frau Lübbers
und der ganzen Familie dankte er für die
Unterstützung.
In einer kurzen Rede dankte Frau von Gehren als Vertreterin der
Elternschaft. Sie lobte an ihm seine Autorität bei
gleichzeitigem Pragmatismus. In einer humorvollen Anspielung dankte sie
auch dafür, dass er immer geduldig bemüht gewesen
sei, den Elternvertretern die schwierigen Abläufe der
Schulorganisation zu erklären. Dank kam auch aus den
Fachgruppen, denen Herr Lübbers angehörte, sowie vom
Ehemaligenverein. Die Schüler schließlich
überbrachten ein besonderes Geschenk: in den vergangenen
Wochen haben alle Schüler Blätter mit
Zukunftswünschen für Herrn Lübbers
gestaltet, die zu Büchern zusammengefasst wurden.
Über dieses sehr schöne Geschenk freute er sich
besonders.
Zum
Abschluss dankte Herr Lübbers selbst für die
vielen Danksagungen und Lobeshymnen.
Ihm komme dabei nur ein Prozent
zu. Denn er sei sich bewusst, dass seine Arbeit nur durch anderer
Mitwirken möglich geworden sei. Dank daher besonders an seine
Frau und seine
Familie, aber auch an Schulleitungsteam und Kollegium
und viele andere. Nun gehe er frohen Mutes in die Zukunft; er glaube
nämlich, das Marianum weiterentwickelt zu haben; zugleich sei
er sich aber der Unvollständigkeit seines Tuns bewusst. Er
gehe in der Freude am Geschaffenen, aber auch in der Vorfreude auf
Zukünftiges, mehr Privates und die Verwirklichung lang
vernachlässigter Hobbies sowie seine neue Aufgabe als
Mathematiklehrer.
Den Festakt hatten Chor und Orchester stimmungsvoll begleitet. Nun
beschloss ein afrikanisches Lied beider Gruppen den Festakt, das beim
anwesenden Publikum "Gänsehautfeeling" erzeugte und zu wahren
Begeisterungsstürmen hinriss. Geladene Gäste
versammelten sich anschließend zum Sektempfang und Essen
am Büffet.
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