Von Lisa-Marie Engel und Vera Spiekermann
Der 26. Austausch zwischen dem Lycée Le Loquidy und dem
Marianum stand für die deutschen Arbeitsgruppen unter dem
Thema „Les jeunes à Nantes“. Erstmals
nahmen auch Schüler der benachbarten Schule
Saint-Jean-Baptiste de la Salle am Austausch teil. Als Begleiter fuhren
dieses Jahr Frau Strüwer-Fuest, Frau Weymann und Herr
Többe mit nach Nantes.
Nachdem die französischen Schülerinnen und
Schüler vom 10.03. bis zum 20.03.2009 in Deutschland waren,
wurde der Gegenbesuch mit Spannung erwartet. Als dann endlich am
Sonntagabend, den 10.Mai gegen 19 Uhr der Bus am Loquidy ankam, war die
Wiedersehensfreude ungebrochen. Alle freuten sich auf die kommenden 10
Tage, in denen genug Zeit war, sich noch besser kennenzulernen. Der
Sonntagabend wurde in den Gastfamilien verbracht, die die deutschen
Schülerinnen und Schüler herzlich bei sich aufnahmen
und die sich sehr viel Mühe gaben, diese in das Familienleben
zu integrieren. So gab es am Montagmorgen bereits viel zu
erzählen. Man tauschte erste Erfahrungen und
Eindrücke aus und viele stellten fest, dass der Umgang mit den
Gastfamilien und der Sprache zuerst zwar schwerfiel, aber im Laufe der
Zeit immer vertrauter wurde.
Am ersten Schultag stand eine Stadt- und Schulführung auf dem
Programm, die von den französischen Gruppen organisiert und
durchgeführt wurde. Am Nachmittag um 17 Uhr fand ein Empfang
im Rathaus statt, zu dem auch die französischen Familien
eingeladen wurden.
Neben der Teilnahme am Unterricht und den Gruppenarbeiten zu dem Thema
„Les jeunes à Nantes“ waren zwei
Tagesausflüge geplant. Der erste fand am Donnerstag, den
14.Mai statt und zwar nach Le Croisic, La Baule und Saint-Nazaire. Bei
strahlendem Sonnenschein genossen alle beim gemeinsamen
„Mittags-Picknik“ am Strand den schönen
Blick auf das Meer. Außerdem war ein Besuch des
Escal'Atlantique geplant. Dies ist ein ehemaliger Bunker, in dessen
Inneren man einen Eindruck von den großen
Atlantik-Passagierdampfern gewinnen kann. Mit dem offiziellen Empfang
in der Schule klang der Donnerstagabend aus. Die deutschen
Schüler führten einen Sketch auf, der von einer
rebellischen Schulklasse und dessen genervten Lehrerin handelte.
Der zweite Tagesausflug am Montag, dem 18.Mai wurde nach Rennes
unternommen. Dort organisierten die deutschen Lehrer eine Stadtrallye
für die einzelnen Arbeitsgruppen, in der es darum ging, die
Stadt zu erkunden und näher kennenzulernen. Am Nachmittag
stand ein Besuch des Kommunikationsmuseums an. Mit diesen vielen neuen
Eindrücken und Erfahrungen kehrten alle müde, aber
zufrieden, in ihre Gastfamilien zurück.
An diesem letzten gemeinsamen Abend organisierten ein paar
französische Schülerinnen und Schüler eine
Abschiedsfeier in einer kleinen Bar in Nantes.
Am letzten Schultag besichtigte die deutsche Schülergruppe ein
Weingut in der Nähe von Nantes, wo unter anderem Muscadet
hergestellt wird. Nachdem der Winzer bei einem Rundgang das Weingut
gezeigt hatte, stand noch eine Weinprobe auf dem Programm.
Nach diesen ereignisreichen und interessanten 10 Tagen, in denen alle
sich besser kennenlernten und jeder Freundschaften schloss, gab es
einen tränenreichen und traurigen Abschied. Für
diesen Sommer wurden aber bereits Pläne geschmiedet und ein
Wiedersehen organisiert. Der Austausch war insgesamt eine tolle Zeit,
in der man viele Menschen kennenlernte und viel Spaß hatte,
viel über die kulturellen und kulinarischen Besonderheiten
Frankreichs erfuhr und in der man vor allem die französische
Sprache in der Praxis anwenden und so verbessern konnte.
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