Von Kira Bolmer und Henrike Marks
Am Freitag, den 13.03.09 führten wir, 10 Schülerinnen
und Schüler vom Seminarfach „Soziale
Gerechtigkeit“ der Jahrgangsstufe 13, einen Projekttag mit
den Kindern aus den sechsten Klassen durch. Das Ziel dabei war, ihnen
am Beispiel der Schokoladenproduktion den fairen Welthandel zu
erklären.
Unter der ungerechten Verteilung des Erlöses einer normal
gehandelten Tafel Schokolade leiden vor allem die Kakaobauern: durch
die harten Bedingungen auf der Kakaoplantage ist es den Kindern nicht
einmal möglich, die Schule zu besuchen, zumal das
nötige Geld fehlt. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, der uns
zum Handeln aufrüttelte.
Auch die Sechstklässler empfanden so wie wir. „Das
ist ungerecht!“ war nur eine Aussage von vielen. Mithilfe von
Spielen und Schaubildern erarbeiteten wir an diesem Projekttag das
Konzept der Gepa/Transfair, das auf einer gerechteren Verteilung der
beteiligten Komponenten der Schokoladenherstellung beruht. Durch
Verminderung durch Verpackung und Werbung wird außerdem Geld
eingespart, das für Hilfsprojekte vor Ort eingesetzt wird.
Nach der Erkenntnis, dass man an der bisherigen Situation
unmöglich festhalten kann, verkauften wir mit den
Schülern in den Pausen der darauf folgenden Woche
stellvertretend für den Eine-Weltladen Meppen fair gehandelte
Schokolade, die reißenden Absatz fand.
Uns hat der Projekttag, genauso wie den Schülern, sehr
großen Spaß gemacht, und der Eindruck, etwas
bewirkt zu haben, gibt uns das Gefühl, dass wir im Sinne
unseres Seminarfachmottos gehandelt haben.
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