Zwei
außergewöhnliche Karrieren wurden den zahlreichen
Zuhörern in der Aula des Marianums beim 13. Vortrag des Forum
Marianum präsentiert.
Mit Josy Wübben, Fernsehautorin beim NDR, und Dr. Anne
Brümmer, Referentin an der HSBA Hamburg, stellten sich zwei
junge Frauen dem interessierten Publikum vor,
die zur Zeit beide in der Bildungs- und Medienstadt Hamburg
tätig sind. In der von Ruppert May moderierten Veranstaltung
informierten die beiden Marianumsabsolventinnen
der Abijahrgänge 95 und 97 mittels einer anschaulichen
Präsentation über ihren beruflichen Werdegang:
Anne Brümmer stellte dar, wie sie über das Studium
der Skandinavistik, Anglistik und Politikwissenschaft in Bonn
gestartet, später aber - während sie zugleich als
Dozentin an der Uni Kiel ihre Promotion über das Thema der
"Krankheit in der skandinavischen Gegenwartsliteratur" abschloss - in
den Bereich des Hochschulmanagements "geriet".
Seit dem vergangenen Jahr ist sie nun im Management der von der
hanseatischen Handwerkskammer getragenen privaten Hamburg
School of Business Administration tätig, wo sie für
Kontaktpflege zu Partnerunis, Großevents und die
Zusammenarbeit mit Partnerfirmen zuständig ist. Ein
Auslandssemester
brachte Anne nach Schweden und vermittelte ihr dort reichhaltige
Erfahrungen. Als großen Gewinn für ihre Ausbildung
erfuhr sie die Förderung als Stipendiatin des
katholischen Cusanuswerkes.
Josy Wübben startete zunächst als Studentin in
Köln, schreckte aber "als Mädel aus Klein-Stavern"
vor dem riesigen Unibetrieb zurück und bewarb sich an der
Kölner Journalistenschule.
Nach dem Abschluss dort nahm sie dann erneut das Studium der Theater-,
Film- und Fernsehwissenschaften, Politik und Pädagogik auf,
gründete aber zugleich auch noch ein eigenes
Journalistenbüro, dem sie noch heute als Partnerin
angehört. Seit einem Volontariat beim NDR produziert sie
für diesen Berichte und Reportagen, insbesondere für
das Magazin Zapp
sowie verschiedene Kultur- und Wissenschaftsmagazine; ein typischer von
ihr produzierter Beitrag war Bericht und Interview mit Marcel
Reich-Ranicki
[hier].
Auch Josy verbrachte ein halbes Jahr in London (als Krankenpflegerin!),
auch Josy war Stipendiatin einer Stiftung der Deutschen
Wirtschaft (www.sdw.de).
Eine Reihe von Aspekten war beiden Referentinnen gleich wichtig: beide
wiesen auf den Wert intensiver und auch ausgedehnter Praktika hin, um
vielfache Erfahrungen zu sammeln und Kontakte
zu knüpfen. Insbesondere Josy kann in ihrer Laufbahn acht
verschiedene Praktika (u.a. beim ZDF, Stern, Reuters etc.) vorweisen.
Beide wiesen auch auf die nachhaltigen Erfahrungen hin, die
sich mit Auslandsaufenthalten verbinden, und nicht zuletzt stellten sie
den (eben nicht nur finanziellen, sondern vor allem ideellen) Wert der
Förderung durch Stipendien hin. Insgesamt sei es in der
heutigen Berufswelt notwendig, sich ein Netzwerk zu schaffen, mit dem
man seine eigenen Vorstellungen leichter umzusetzen in der Lage sei.
Beide Referentinnen appellierten auch deutlich an die
Schülerinnen und Schüler, aus dem gewohnten Umfeld
des Emslandes "in die Welt hinauszutreten". Sie gaben zu, dass sie sich
diesen Schritt für sich selbst - aufgrund ihrer Sozialisation
(beide Mädchen vom Bauernhof
in Stavern bzw. Apeldorn) - anfangs schwerer vorgestellt hatten. Vieles
habe sich aber durch beharrliche Arbeit, aber auch gute Kontakte,
hilfreiche Förderer sowie eine Portion Glück ergeben.
Nicht zuletzt hätten beide (beide können ein Abitur
von 1,2 vorweisen) von der guten Ausbildung am Marianum profitiert.
Einmal mehr wurde den Besuchern des Marianums ein interessanter Abend
mit attraktiven Referentinnen geboten, die sich selbst und ihre
Tätigkeitsfelder sachgerecht, gewandt und zugleich humorvoll
und locker darzustellen vermochten. Nicht zuletzt ihre gekonnte
Präsentationsweise bestätigte das Kompliment Herrn
Mays, Anne und Josy seien schon zu Schulzeiten "Granaten" gewesen!!
Das Publikum honorierte es mit einem dankbaren Applaus.
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