Von A. Kreilos
Wann immer es im Pädagogikunterricht darum geht, Theorie und Praxis zu verbinden, ist der Motivationsschub unübersehbar: die Schüler sprühen vor Ideen, recherchieren, basteln, probieren aus,
führen vor, organisieren selbständig, werten aus, sind gespannt und aufgeregt. Was sie theoretisch kaum glauben konnten („Waaaas, Vierjährige glauben, sie hätten mehr Kuchen auf dem Teller,
nur weil man das eine Stück vor ihren Augen in zwei teilt???“), wurde in der Praxis zur Gewissheit: Kinder haben eine seltsame Art, die Dinge zu sehen... wie das Lehrbuch schreibt.
Von Julia Paklin und Iris Blümel, Jg. 12
Am 12. Dezember besuchten SchülerInnen des Pädagogikkurses des Jahrgangs 12 von Frau Kreilos die Kindergärten in Emmeln und Fehndorf sowie die erste und dritte Klasse der Overbergschule
in Meppen.
Ziel der Exkursion war es, Experimente nach Piaget, die bereits theoretisch im Unterricht besprochen worden waren, praktisch durchzuführen. Diese beschreiben die kognitive Entwicklung
des Kindes.
In Gruppen unterteilt führten die SchülerInnen des Kindern Versuche spielerisch vor, wobei diese die ihrer Meinung nach „richtige“ Lösung für die jeweilige Aufgabe finden sollten.
Es ging weniger darum, die richtige Antwort zu wissen, als vielmehr in der Begründung der Kinder ihre kognitive Entwicklung – im Sinne Piagets – zu entdecken.
Wider Erwarten ergab sich bei der anschließenden Auswertung im Kurs, dass Kindergartenkinder die Aufgaben z.T eher richtig lösen konnten als Kinder aus der dritten Klasse, was
laut Piaget darauf hindeutet, dass diese in ihrer Entwicklung weiter fortgeschritten waren.
Im Großen und Ganzen war es für die SchülerInnen eine wertvolle Erfahrung, die theoretischen Kenntnisse umgesetzt zu sehen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Erzieherinnen der Kindergärten Emmeln und Fehndorf und den Lehrern der Overbergschule, die uns diese ermöglichten.
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