Von J. Lütkemeyer
Im Rahmen der Semesterthematik ‚Institutionalisierung der
Erziehung haben wir (der von Frau Kreilos geleitete
Pädagogikkurs der Jahrgangsstufe 13) uns mit der Theorie der
Montessori Pädagogik beschäftigt. Nun wollten wir die
heutige Umsetzung besonders des Prinzips der „freien
Arbeit“, erforschen, indem wir uns für
Eindrücke in die Montessori Grundschule in Meppen begaben.
Als wir am 05.12.08 gegen 7:45 Uhr den Hof der Montessorischule
betraten, bot uns Regelschülern die gläserne, hell
erleuchtete Front des bogenförmigen Gebäudes einen
überraschenden, ungewohnten Anblick. Auch ansonsten schien die
Einrichtung und die Atmosphäre danach zu streben, für
die Kinder einen heimischen und ungezwungenen Aufenthaltsort
darzustellen. Die Klassenzimmer sind farbenfroh bis auf die letzte Ecke
mit Materialien, Informationsplakaten und selbst hergestellten
Dekorationen ausgefüllt, man lässt sich an
kindgerechten Gruppentischen nieder, eine kleine Leseecke und
ausrollbare Teppiche laden zu einer gemütlichen
Lernatmosphäre ein.
Mit stillem Interesse beobachteten wir, jeweils zu zweit in einer der
jahrgangsübergreifenden Gruppen, die bis 9: 30 Uhr frei
arbeitenden Kinder.
Ihnen wird hier die Möglichkeit gegeben, aus einer
umfangreichen Vielzahl von Lernmaterialen unabhängig und
individuell auszuwählen. Das Material zeichnet sich weitgehend
durch greifbare Teilkomponenten aus, sodass die Schüler und
Schülerinnen durch praktische Handlungen die Lerninhalte
begreifen. Ferner ermöglicht es durch eine weitgehend
selbstständige Bewältigung, welche jedoch - auf
Anfrage - von dem Lehrkörper unterstützt wird.
Wir konnten positive und negative Erfahrungen bezüglich der
Konzentrationsfähigkeit und der Verhaltensweisen der Kinder
während dieser „freien“ Zeit sammeln.
Im
Allgemeinen bewerten wir die Unterrichtsweisen der Montessorrischule
und deren Prioritäten für bestimmte Kinder als eine
interessante und diskutierbare Alternative zu denen des
Regelschulsystems.
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