Gymnasium Marianum
Meppen
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Nussbaum-Haus



Exkursion von zwei Seminarfachkursen nach Osnabrück

 
Von R. Schmitz-Bennink
Nach einem sechsstündigen Unterrichtsvormittag machten sich 44 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 am Mittwoch, 10. Dezember 2008, auf den Weg nach Osnabrück, um im Rahmen ihrer Ausbildung in den Seminarfachkursen 70 („Kulturwerkstatt: Theater“) und 71 („Bilderwelten - Bilder, die die Welt bewegen“) Theaterluft zu schnuppern und eine aktuelle Kunstausstellung hautnah zu erleben. Unter der Leitung von Frau Loher und Herrn Schmitz-Bennink wurde am Nachmittag die Sonderausstellung „Die verborgene Spur - Jüdische Wege durch die Moderne“ im Felix Nussbaum-Haus des Kulturgeschichtlichen Museums Osnabrück angesteuert, die beiden Gruppen vom Marianum waren die ersten Schülergruppen, die vom fachkundigen Führungspersonal durch die Bilderschau gelenkt wurden.

Nach einem Rundgang über den Weihnachtsmarkt auf dem historischen Marktplatz der Stadt war anschließend höchste Konzentration und Ausdauer beim Besuch der Theateraufführung „Die Judith von Shimoda“ von Bertolt Brecht gefordert. Als Lohn wurde den Schülerinnen und Schülern eine engagierte schauspielerische Leistung und ein eindrucksvolles Bühnenbild geboten. Erst gegen 22.30 Uhr machte sich erschöpfte Gruppe wieder auf den Weg zurück nach Meppen.

Die Ausstellung im Osnabrücker Museum feiert das zehnjährige Bestehen des Felix Nussbaum-Hauses, das seinerzeit vom Stararchitekten Daniel Libeskind gebaut wurde. Sie versucht Bilder jüdischer Lebenswege in der Moderne nachzuzeichnen und zeigt rund 100 Leihgaben aus aller Welt, darunter die Arbeiten berühmter Künstler wie Marc Chagall, Max Liebermann, Amedeo Mogdigliani und Richard Serra. Brechts „Die Jüdin von Shimoda“ war bislang nur als Fragment bekannt, bis 2004 ein komplettes finnisches Manuskript gefunden wurde. In Osnabrück wird das Stück erstmals in Deutschland aufgeführt.