Gymnasium Marianum
Meppen
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Ein Besuch beim "Ötzi"

 
Von Alise Gimbel, Celine Osseforth, Letitia van Ommen, Henrik Bruns
Wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5e haben mit unserem Geschichtslehrer, Herrn Voetlause, die „Ötzi“-Ausstellung im Meppener Museum für Archäologie besucht.

„Ötzi“ – so wird eine Menschenleiche genannt, die 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden wurde. Erst dachten die Leute, die ihn gefunden habe, es könnte sich um einen verunglückten Bergsteiger handeln. Sie riefen die Polizei. Aber weil in der Nähe seltsame Dinge lagen, wurde auch ein Archäologe gerufen. Der tote Mann wurde genau untersucht, und die Wissenschaftler stellten fest, dass er schon vor 5300 Jahren gestorben ist. Sein Körper wurde so gut erhalten, weil er so lange im Eis eines Gletschers gelegen hat. Eine Nachbildung der Mumie ist im Museum ausgestellt. Bei der Bergung ist ein Teil der Mumie zerstört worden. Das kann man gut erkennen. Der Mann hatte mehrere Tätowierungen. Wir erfuhren, dass die vielleicht von einer medizinischen Behandlung kommen.

Inzwischen wissen wir, dass „Ötzi“ ein Krieger aus der späten Jungsteinzeit ist, der mit Pfeil und Bogen jagte. Er trug Schuhe, die innen mit Gras ausgelegt und außen mit Fell umwickelt waren. Auch die übrige Kleidung war aus Tierfell. Im Museum sind auch Tiere ausgestellt, denen „Ötzi“ bei der Jagd begegnet sein könnte: Dachs, Wisent, Bär, Wolf, Elch., Luchs, Wildschwein und andere Waldtiere. Als „Ötzi“ lebte, gab es aber auch schon Haustiere. So haben die Menschen aus Wildschweinen Hausschweine gezüchtet.

Wie „Ötzi“ gestorben ist, weiß man nicht so genau. Bevor er starb, ist er einen weiten Weg über die Alpen gegangen. Dabei hat er in den letzten Tagen nichts mehr gegessen. Sein Magen war leer. In seinem Darm hat man Steinbockfleisch, Getreide und Pflanzenspuren gefunden. Vielleicht ist er verhungert. Vielleicht ist er aber auch vor Erschöpfung gestorben. Eine andere Theorie sagt, dass „Ötzi“ mit einem Pfeil von hinten erschossen wurde. Vielleicht hatte er Streit mit den Bewohnern aus seinem Dorf. Vielleicht ist er auch von Feinden angegriffen worden. Die Flucht über die Alpen hat er nicht überlebt.

Bei unserem Besuch im Museum wurden wir auch gefilmt. (Anm. d. R.: vom Friesischen Rundfunk; die Sendung wurde am 4.12. ausgestrahlt.) So war es eine erlebnisreiche Schulstunde.