Standbilder zu "Die Ratten" |
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Von Ch. Migura
"Die Ratten" ist ein naturalistisches Theaterstück von Gerhart Hauptmann, welches im 19. Jhd. in der expandierenden
Metropole Berlin spielt, allerdings bewusst die Schattenseiten des gesellschaftlichen
Wandels zeigt, z.B. Verarmung der Unterschicht bis zur Verelendung, Wegbrechen bisheriger moralischer Orientierungen,
Gefährdung durch Alkohol und Kriminalität.
Die Ratten, von den Figuren im Stück als Mitbewohner ihrer düstren Mietskaserne angesprochen, sind bildhaft
zu verstehen als doppeldeutige Zeichen für Verfall und Überlebenskampf.
Das Theaterstück erfreut in diesem Semester alle niedersächsischen Gymnasiasten der 12. und 13. Klassen
(und naürlich auch deren Lehrer), da sie es verbindlich für das Zentralabitur durcharbeiten.
Der Deutsch Lk Jg. 12 gestaltete zur Veranschaulichung Standbilder:
li: Der Nachbarstochter Selma Knobbe mit ihrem sterbenskranken kleinen Bruder verweigern Herr und Frau John den
Zutritt zu ihrer Wohnung.
re: Die Eheleute streiten sich, weil Herr John auf dem Standesamt falsche Angaben zur Geburt ihres Kindes gemacht hat.
li: Frau John ist entsetzt, denn Pauline Piperkarcka kommt, um das Kind zurückzuverlangen,
welches sie ihr vor einiger Zeit verkauft hat.
re: Überfreundlich lehnt Frau John die Rückgabe des Geldes für das Kind
ab.
li: Wutentbrannt weist Frau John Pauline aus der Wohnung.
re: Direktor Hassenreuter und seine Frau betrachten interessiert das vermeintliche Kind der Eheleute John.
li: Herr John regt sich über den katastrophalen Zustand des Hauses auf, seine Frau versucht zu Wort zu kommen,
Hassenreuter steht kommentarlos lauschend daneben.
re: Der ehemalige Theologiestudent Spitta sowie Hausmeister(in) Quaquaro sind schockiert,
als sie von Frau Johns Tod erfahren.
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