Austauschfahrt nach Thorn / Polen |
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Von H. Kleene
Mit vielen positiven Eindrücken sind 22 Schüler/Innen von einem Besuch der Partnerschule in
Thorn/Polen zurückgekehrt. Die meisten Teilnehmer waren zum ersten Mal in der Stadt an der
Weichsel, und alle zeigten sich angetan von der Schönheit der Altstadt. Der vom Deutschen
Orden im Mittelalter gegründete Ort entwickelte sich durch seine verkehrsgünstige Lage schon
bald zu einer florierenden Handelsstadt. Der daraus resultierende Wohlstand spiegelt sich noch
heute in den prachtvollen Fassaden der Patrizierhäuser. Der bekannteste Sohn der Stadt ist der
hier im Jahre 1773 geborene Nikolaus Kopernikus, wie die Schüler bei einem Stadtrundgang erfuhren;
das Denkmal - im Hintergrund des Gruppenfotos zu erkennen- bildet heute einen beliebten Treffpunkt
der Jugend. Auch der Name der Partnerschule erinnert an den berühmten Astrologen, der das moderne
Weltbild geprägt hat.
Begeistert war die Schülergruppe vom Besuch der Stadt Danzig - heute: Gdansk -, wo zunächst die
Marienkirche besichtigt wurde. Im Rahmen einer Stadtrallye wurden der Lange Markt mit den
wunderschönen Giebeln der alten Handelshäuser, der Neptunsbrunnen und das historische Rathaus
erkundet. Malerisch auch die Marienstraße mit den wiederhergestellten Beischlägen, die
kürzlich als Kulisse für die Neuverfilmung von Thomas Manns "Buddenbrooks" diente.
Trotz der langen Zugfahrt äußerten viele: "Hier bin ich nicht das letzte Mal gewesen".
Die polnische Hauptstadt Warschau war das Ziel einer weiteren Tagesexkursion, bei der vor allem
die Besichtigung des Schlosses mit seinen unterschiedlichen Baustilen das Interesse der Schüler
fand; das dort untergebrachte Museum erlaubte tiefe Einblicke in die Lebensweise der polnischen
Könige. Ein nicht zu übersehendes Relikt aus der jüngeren Geschichte Polens stellt der im Stil
des sozialistischen Realismus erbaute Kulturpalast dar; das Geschenk der Sowjetunion an das
polnische Volk ist schließlich 154 Meter hoch.
Ein gemeinsames Spielfest mit den polnischen Schülern stand am letzten Tag auf dem Programm,
wobei die Marianer beim Tauziehen sogar gewinnen konnten. Zuvor hatten sie die Partnerschule
besichtigt. Der polnische Kollege Peter Olecki hat dort eine bemerkenswerte Sammlung von
historischen Dokumenten und Exponaten zusammengetragen, die in Kürze auch in einem der
Öffentlichkeit zugänglichem Raum in der Schule ausgestellt werden.
Die deutschen Begleiter -Frau Stübig als Leiterin sowie Herr Kleene - und die polnischen Kollegen -
an der Spitze die Direktorin, Frau Elzbieta Glura,- stimmten darin überein, dass der Austausch
unbedingt fortgesetzt werden müsse; daher sollte die Basis - auf polnischer Seite bisher vor allem
auf die Deutsch lernenden Schüler beschränkt - verbreitert werden ; so könnten etwa gemeinsame
Projekte auf historischem, musikalischem und künstlerischem Gebiet angestrebt werden. Schließlich
steht im nächsten Jahr das zwanzigjährige Jubiläum der Begegnungen zwischen beiden Gymnasien an.
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