Gymnasium Marianum
Meppen
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Fachkongress demografischer Wandel



Schüler des Seminarfachs nahmen am Fachkongress zum demografischen Wandel im Emsland teil

 
Von F.-J. Kikker
Am Freitag, den 6.6.2008 nahmen einige Schüler des Seminarfachs "Leben und nachhaltiges Handeln im Nahraum" zusammen mit ihrem Seminarfachleiter Herrn Kikker an dem ganztägigen Fachkongress "Demografischer Wandel im Emsland" teil, zu dem der Landkreis Emsland Fachleute aus ganz Deutschland nach Papenburg eingeladen hatte. Nach der Begrüßung durch Herrn Landrat H. Bröring wurden fünf Vorträge gehalten, in denen die massiven Probleme eindrucksvoll dargestellt wurden, welche durch den einsetzenden demografischen Wandel verursacht sind und die sich vermutlich zukünftig auch im Emsland in ähnlicher Weise zeigen werden.

Zunächst wurden am Beispiel eines Pilotvorhabens aus Brandenburg zukünftige Chancen und Grenzen öffentlicher Mobilitätssysteme im ländlichen Raum vorgestellt. Aus Hessen kamen Beispiele für neuartige ländliche Dienstleistungsmärkte. Mit einem ähnlichen Thema beschäftigte sich der viel beachtete Vortrag über die Ortschaft Jülich-Barmen in Nordrhein-Westfalen, wo auf weitgehend ehrenamtlicher Basis und ohne öffentliche Fördermittel die Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung im ländlichen Raum durch einen "Tante-Emma-Laden mit High-tech-Charakter" sichergestellt werden konnte. Aus dem Saarland wurde berichtet, wie unter dem Motto "Mehr Dorf für weniger Menschen" mithilfe des Programms "Tatort Dorfmitte" die gefährdeten Dorfkerne gestärkt werden. Zum Schluss wurden Wohnprojekte aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen vorgestellt, die Wege für ein "Neues Wohnen im Alter" aufzeigten.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen und ersten angeregten Diskussionen ging es in mehreren, thematisch unterschiedlichen Workshops weiter. Dabei hatten unsere Schüler die Möglichkeit, in einer Präsentation ihr Projekt vorzustellen, an dem sie zur Zeit arbeiten. Es handelt sich dabei um die Erstellung eines Verzeichnisses für den gesamten Landkreis Emsland, in welchem alle ehrenamtlichen und kommerziellen Anbieter von solchen Dienstleistungen aufgeführt sind, die es älteren Menschen ermöglichen können, im Alter ihre Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. Da dieses Projekt noch nicht abgeschlossen ist, konnten noch keine endgültigen Ergebnisse präsentiert werden, die Vorstellung dieses Schulprojektes fand jedoch große Beachtung bei den Teilnehmern. Die zahlreichen Diskussionsbeiträge erbrachten neue Aspekte und konnten helfen, einige Erfahrungen und Beobachtungen, die die Schülerinnen und Schüler im Verlauf ihrer Projektarbeit gemacht hatten, klarer zu analysieren. Die abschließenden Vorträge der Arbeitsergebnisse aus den Workshops machte allen Teilnehmern im Plenum unmissverständlich deutlich, dass der auch auf uns im Emsland zukommende demografische Wandel gravierende Probleme aufwerfen wird, deren Lösung bereits jetzt - auch unter Einbeziehung der jüngeren Generation - auf den Weg gebracht werden muss. Auch die Schüler des Seminarfachs nahmen diese Erkenntnis am Abend mit nach Hause und fanden die Erfahrung sehr interessant, "einmal Tagungsluft geschnuppert zu haben".