Canta Cara nimmt erste CD auf |
|
| |
Von H. Paulmann
Wie schön, es ist vollbracht!
Musik auf käuflichen CD's ist – mit ganz wenigen Ausnahmen - immer perfekt, und im
Unterhaltungssektor absolut EM-tauglich. Daran ändert der persönliche Geschmack gar nichts.
Vielen ist überhaupt nicht klar, wieviel Aufwand für eine professionelle CD-Produktion heutzutage
betrieben werden muss, um ein konkurrenzfähiges Ergebnis zu erhalten. Der finanzielle Aufwand liegt
irgendwo zwischen einem Neuwagen und mehreren Einfamilienhäusern. Und weil das alles so kostspielig
ist, werden immer nur die besten Künstler, Tontechniker, Promoter, Produzenten usw. angeheuert.
Wir spielen nicht in dieser Liga, aber Kreisklasse kann auch ganz schön spannend sein, vor allem
dann, wenn man selbst mitspielt.
Wegen des Aufritts beim Kirchentag in Osnabrück hatten wir nur zwei Proben,
um den Chor speziell für die Aufnahme vorzubereiten, dennoch ist das Resultat
möglicherweise ziemlich gut, obwohl sich die eine oder andere kleine Panik
zwischendurch nicht vermeiden ließ. Der Flügel in der Aula war zwar gestimmt,
aber ein Ton, der uns die ganze Aufnahme verhagelt hätte, schnarrte. Der
Klavierstimmer hat noch am Samstag kurz vor Aufnahmebeginn drei Saiten
losgeschraubt, ein Filzband eingesetzt und dafür gesorgt, dass wir starten konnten.
Wir Pianisten (Anja Nicklisch, Christoph Tenbruck und Henning Paulmann) hatten
ganz schön viel Respekt vor der Aufgabe, keinen falschen Klavierton abzuliefern –
man hört auf einer CD einfach jede noch so kleine Unsicherheit. Es ist viel
einfacher „Luft beiseite zu schieben“ (dirigieren), als einen vorbildlichen
Klavierpart hinzulegen. Haben wir das geschafft? Wahrscheinlich schon, aber
genau wissen wir es nicht, weil wir selbst noch nicht alle Töne gehört haben.
Michael Potthast, Initiator und Macher der „Meppener Musical-Night“, hat uns
aufgenommen und seinen Part mit hervorragender technischer Ausstattung und
entsprechender musikalischer Erfahrung sehr gelassen abgeliefert.
Mal abgesehen von einigen out-takes, lief alles wie am Schnürchen. Der
Chor zeigte sich fast vier Stunden lang hochkonzentriert, war situativ extrem
einsichtig und hat etliche Songs so gut gesungen wie noch nie. Großartig!!!
Die Aufnahmen müssen noch bearbeitet werden, das Cover der CD und das Booklet
entworfen und hergestellt werden und dann ist es soweit: Die erste CD einer
Musik-AG des Marianums kann erworben werden.
Vielen Dank an Josef Alves für die farbenfrohen, ausstrahlungsstarken Fotos.
|
| |
|