Methodentraining Jgst. 9 |
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Von H. Breer
Lernstress, Zeitmangel, Redeblockaden in Drucksituationen. Der Umgang mit diesen Phänomenen ist für
unsere Schüler heutzutage Alltag. Um diesen ein wenig zu erleichtern und Strategien aufzuzeigen,
sich bspw. effektiver auf Prüfungssituationen vorzubereiten oder souverän vor der Gruppe aufzutreten,
wurde an den letzten drei Schultagen vor den Osterferien erstmals ein Methodentraining für den
Jahrgang 9 durchgeführt.
Dieser Jahrgang wird der erste sein, der das Abitur bereits nach der Jahrgangsstufe 12 absolviert.
Dementsprechend hoch motiviert zeigten sich die Schüler, hilfreiche Methoden und
Problemlösestrategien für den Schulalltag oder die Arbeit zuhause zu erkunden und die eine oder
andere Hilfestellung ins persönliche Lernrepertoire aufzunehmen.
Die einzelnen Klassen hatten insgesamt sechs Stationen zu durchlaufen, die zwei unterschiedlichen
Themenschwerpunkten zugeteilt waren. Im ersten Schwerpunkt beschäftigten sich die Schüler an drei
Stationen damit, wie sie sich gezielt auf Klassenarbeiten vorbereiten können. Zudem wurden sie darin
geschult, sich Texte und damit wertvolle Informationen durch Mar-kierungs- und
Strukturierungsmethoden zu erschließen. In einer dritten Station konnten sie erfahren, wie möglichst
effektiv gelernt wird, um sich die je anstehende Fülle des Lernstoffes zu erarbeiten und
diese dann natürlich auch zu merken.
Der zweite Schwerpunkt des Methodentrainings behandelte weniger die Erarbeitung von Sachthemen,
sondern auf welche Weise diese vor einer Gruppe, z.B. in Form eines Referates, präsentiert werden
können. Hierzu wurde in die derzeit meistgenutzte Präsentationssoftware "Microsoft Powerpoint"
eingeführt, wobei es eindeutig nicht darauf ankam, möglichst viele Sternchen, Sprechblasen und
Animationen ins Bild fliegen zu lassen, sondern darauf, sich die Basics für eine ansprechende
und den Zuhörer wie Präsentierenden unterstützende Darbietung anzueignen. Darauf aufbauend
beschäftigten sich die Schüler in einer weiteren Station damit, Kurzvorträge zu halten und
diese anhand ausgewählter Kriterien kritisch zu bewerten. In einer letzten Station, die die
Schüler in die Aula führte, konnten sie dann erproben, wie sie vor einer Gruppe stehen und sprechen,
wobei auch das Schlüpfen in andere Rollen eine interessante Erfahrung darstellte, um ein Gefühl
für die eigene Körperhaltung zu finden. Hier zeigte sich, dass selbst die Pose eines Top-Models
auf dem Laufsteg hinzubekommen ist, legt man seine Hemmungen erst einmal ab, auch wenn diese
Bewegungsformen wohl nicht zu den Schlüs-selkompetenzen im Schulalltag zu zählen sind.
Rückblickend kann gesagt werden, dass das Methodentraining gerade kurz vor den Ferien eine
willkommene und wirkungsvolle Abwechselung vom Schulalltag darstellte, die zu wiederholen sich
lohnen dürfte.
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