Gymnasium Marianum
Meppen
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Kinderstadtplan

Einen Kinderstadtplan haben die Schüler des Marianums gemeinsam mit Bürgermeister Bohling, weiteren Mitarbeitern der Verwaltung und der Agenda 21-Gruppe Meppen vorgestellt. Julian Lampe zeigt ein gerahmtes Exemplar, das er als Dank für die Internetprogrammierung von seinen Mitschülern erhalten hatte. Das Titelbild hat die Sechstklässlerin Inga Horstkamp gemalt. Sie hatte einen schulinternen Wettbewerb gewonnen.


Kinderstadtplan für Meppen

 
Text: Tobias Böckermann, Meppener Tagespost, 16.11.2007
Fotos: Günther Arends, Lokale Agenda-21 Meppen
Leitfaden für den Nachwuchs - Kooperation von Marianum und Agenda-Gruppe

Meppen hat jetzt einen Stadtplan für Kinder. 18 Schüler des Gymnasiums Marianum haben ihn erstellt und dafür viel Lob von Bürgermeister Jan Erik Bohling geerntet. Auch die Kinder können sich freuen: Der Stadtplan zeigt unter anderem, welche Spielplätze top und welche ein Flop sind.

Die Anregung für die mehrere Monate dauernde Arbeit am Stadtplan hatten die Schüler der Klasse 13 und ihr Projektleiter im Seminarfach "Leben und nachhaltiges Handeln im Nahraum", Achim-Maria Geelen, von der Agenda-21-Gruppe Meppen erhalten. Mit ihr arbeitet das Marianum schon seit Jahren eng in verschiedenen Projekten zusammen.

Der Stadtplan für das Meppener Kernstadtgebiet setzt andere Schwerpunkte als ein herkömmlicher. Leicht verständliche Symbole zeigen an: Wo finde ich eine Schule, wo kann ich Fußball spielen oder Bücher ausleihen, wo finde ich die Polizei?

Gerade für jüngere Kinder wichtig: Alle 42 Spielplätze sind verzeichnet und von den Schülern des Marianum ausgiebig begutachtet worden. Vier verschiedene Symbole von "ganz toll" bis "langweilig" teilen ein, wo sich das Spielen lohnt und wo nicht. Gleichzeitig dürften sie ein guter Hinweis für die Stadtverwaltung sein, wo ein Spielplatz vielleicht neu überdacht werden sollte.

2000 Exemplare des Stadtplans wurden mit finanzieller Unterstützung der Agenda Gruppe und der Stadt aufgelegt. Jedes kostet einen Euro, der komplett dem Kinderschutzbund zur Verfügung gestellt wird. Julian Lampe hat den Plan federführend auch für das Internet erstellt. Die digitale Ausgabe soll von nachfolgenden Schülergruppen aktualisiert werden.

Bürgermeister Jan Erik Bohling dankte mit einer Urkunde und einem Kinogutschein für das Engagement. Er betonte, das Marianum sei schon häufiger durch gute Ideen aufgefallen. Die Stadt sei stets bemüht, die Qualität der insgesamt 100 Spielplätze zu verbessern.

Projektleiter Achim Geelen dankte seinerseits der Agenda-Gruppe sowie den Stadtjugendpflegern Karsten Streeck und Thomas Schmidt für die Unterstützung der Arbeit. Ähnlich äußerte sich der stellvertretende Schulleiter des Marianums, Leo Pott. "Ein Empfang bei der Stadt als Würdigung für die Arbeit der Schüler ist nicht selbstverständlich." Walter Pengemann von der Agenda-21-Gruppe war ebenfalls froh über die Umsetzung. "Wir wollen Ideengeber sein. Hier hat das vorbildlich funktioniert."

Der Kinderstadtplan ist bei TIM erhältlich. Alle Kindergärten erhalten fünf Freiexemplare. In den nächsten Tagen soll der Plan unter www.meppen.de und www.agenda21-meppen.de abrufbar sein.