"Forum Marianum" am 10.5.2007 Klimawandel und Waldökologie |
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Von Heinz Kleene
(Vorabdruck des Artikels in der MT)
Der Borkenkäfer hat in Kanada Wälder in der Größenordnung von einem Drittel der Fläche
Deutschlands vernichtet. Die rasante Verbreitung des Käfers, der gesunde Bäume befalle,
sei neben den von Menschen verursachten Störungen wie Feuerunterdrückung und Öl- und Gasexploration
auf die Klimaveränderung zurückzuführen. Der Frost halte den Schädling in Schach , erklärte
Prof. Dr. Simon Landhäußer in einem gut besuchten Vortrag im "Forum Marianum".
Dr. Landhäußer beschäftigt sich an der Universität Alberta (Kanada) mit den Auswirkungen des
Klimawandels auf die
Waldökologie. In seinem Forschungsgebiet, den borealen Wäldern, untersucht der ehemalige Schüler
des Marianums
die Bodentemperatur, die Lichtverhältnisse und die Bodenfeuchte in ihrer Relation zum Wachstum
von Sämlingen,
insbesondere dem der Espe. Anschaulich erläuterte der Biologe den Einfluss der Waldbrände auf die
Verjüngung
des Waldes. "Ohne Feuer keine neuen Wälder" - so der Forscher, der bei bestimmten Baumarten
wie der Espe einen
radikalen Kahlschlag befürwortete, denn nur so sei das Nachwachsen gesichert. Die zunehmende
Trockenheit
bezeichnete Landhäußer als das größte Problem des Klimawandels, da die Bäume nicht so schnell
ausweichen könnten.
Die von Biologielehrerin Regina Wilkens moderierte Diskussion nutzten die Schüler zu Nachfragen
fachlicher Art, aber auch zu solchen des beruflichen Werdegang des Ehemaligen, der inzwischen die
kanadische Staatsbürgerschaft angenommen hat.
Zu Beginn hatte der Schulleiter Hans-Michael Lübbers den Referenten und seinen Vater als ehemaligen
Lehrer der Schule sowie die - mit sanfter Unterstützung der Lehrer - zahlreich erschienenen Schüler
begrüßt.
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