Besuch aus China   














Sara Schone, Sinologiestudentin aus Bremen, berichtete über das vergangene Jahr, das sie in Schanghai, einer Acht-Millionen-Metropole an der Ostküste der Volksrepublik China, verbracht hat. Mithilfe von Fotos erklärte sie uns, welchen Gegensätzen die Menschen in dieser Großstadt ausgesetzt sind.

Es gibt das moderne Schanghai mit Hochhäusern, Banken, modernen Fabriken und Massenmedien. Daneben leben die alten Traditionen in den Häusern und Straßen weiter. Neben Reichtum und Luxus begegnet dem Besucher bittere Armut. Fast eine Milliarde Chinesen leben in sehr einfachen Verhältnissen. In den meisten Häusern gibt es keine Heizung, in den Wohnungen oft kein fließendes Wasser (gar nicht zu sprechen von warmem Wasser!). Doch überall in der Stadt wird gebaut. Die Hutongs, traditionelle Wohnhäuser der Chinesen, werden nach und nach abgerissen, müssen Hochhäusern weichen. Auf dem Land gibt es hingegen vielerorts nicht einmal Strom.

Frau Schone erklärte uns, dass die Menschen in China ihr auch nach einem Jahr noch Rätsel aufgaben. Vor allen Dingen war sie erschrocken über die "Ellenbogenmentalität", die ihr überall begegnete. Lediglich in Hongkong, einer Stadt im Süden, die bis vor wenigen Jahren unter britischer Hoheit stand, seien die Menschen wirklich freundlich und zuvorkommend gewesen. Dort wird Frau Schone im kommenden Jahr eine Stelle antreten.

Zu den Fotos (zum Vergrößern bitte anklicken):

Die chinesische Mauer, begonnen von Kaiser Shi Huang Di im 3. Jahrhundert vor Christus, ist das am meisten beeindruckende Bauwerk in China und mit über 6000 Kilometern Länge das größte Bauwerk der Welt.
Auch über die chinesische Küche, die vorwiegend von Geflügelfleisch und Gemüse bestimmt wird, konnten wir viel erfahren. Das Fernsehen ist in den Städten immer dabei.
Viele Chinesen glauben - auch in den Städten - an Geister und Dämonen. Um sich vor ihnen zu schützen, werden Glückssymbole an den Türen angebracht. Auch Treppenstufen vor dem Haus dienen dazu, böse Geister am Betreten des Hauses zu hindern.
Blick auf ein Gebäude der "Verbotenen Stadt"; hier, in der größten Palastanlage der Welt, residierte der Kaiser. Während der Kaiserzeit durfte sie vom einfachen Volk nicht betreten werden. Seit 1924 ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich.
Chinesen arbeiten oft über zehn Stunden täglich. Ihre knapp bemessene Freizeit verbringen sie gern mit dem Mah-Jongg-Spiel.
Auf einem chinesischen Markt werden exotische Speisen angeboten. Auf dem Bild sind u.a. Tintenfischspieße und Schlangenhautspieße zu sehen.

Anhand ihres Namens hat Sara Schone uns einige chinesische Schriftzeichen erklärt.
Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich für den Besuch und die interessanten Informationen bedanken!

Martin Voetlause