Von Jürgen Klinger
Irgendwie lag es in der Luft. Herr Lübbers hatte von Erfahrungen an einer anderen Schule mit einem Schulsanitätsdienst berichtet. Daraufhin äußern eine Schülerin und drei Schüler der 11. Jahrgangsstufe bei J. Klinger den Wunsch eine Optimierung der Ersten Hilfe während der Unterrichtszeit durch einen Sanitätsdienst zu ermöglichen.
Im Herbst 1998 ist es so weit, Christina Kohn, Thorsten Kornblum, Jan-Helge Osmers und Tobias Schimmöller stehen bereit den Schulsanitätsdienst aufzubauen. Zuerst wird organisiert und der Kenntnisstand über einen Sanitätskurs A erweitert.
Die Ausstattung der Schule mit Sanitätsmaterial erfährt eine sinnvolle Ergänzung und ein Notfallmeldesystem mittels Schulhandys wird aufgebaut.
Zum Schulhalbjahr 1998/99 beginnt der Bereitschaftsdienst. Die ersten Notfälle zeigen den guten Ausbildungsstand. Doch es gibt auch einiges zu verbessern.
Im März 1999 wird das Kollegium durch J. Klinger über das bis dahin Erreichte informiert. Ein Auszug zeigt die Weiterentwicklung auf:
- "Zur Zeit läuft die Probephase des Bereitschaftsdienstes.
Der Bereitschaftsdienst (1 - 2 Schüler/in) wird bei Notfällen, die nicht alleine durch das Sekretariat betreut werden können, telefonisch alarmiert.
- Während der Erprobungsphase läuft die Meldung, soweit ich erreichbar bin, zuerst bei mir auf und wird im Bedarfsfall weitergegeben.
- Der Schüler/inbereitschaftsdienst ist angewiesen, in solchen Fällen während des Unterrichtes den Unterrichtsraum sofort zu verlassen und den Anruf im Flur entgegen zu nehmen.
- Für den Bereitschaftsdienst werden zu Zeit eingeteilt: Christina Kohn, Thorsten Kornblum, Tobias Schimmöller, Jan-Helge Osmers
- Ich hoffe, dass der Bereitschaftsdienst von allen Lehrkräften mit Verständnis begleitet wird.
- Meldung durch Lehrkräfte: Es ist in bestimmten Fällen vielleicht sinnvoll, den Meldeweg zu verkürzen und direkt mit dem Bereitschaftsdienst Kontakt aufzunehmen. Hierfür sind auf den internen Telefonnummernlisten die Bereitschaftsdienstnummern angeführt. Sinnvollerweise ist eine Meldung zuerst unter Nummer 52 abzusetzen.
- Ausblick: Zukünftig ist geplant, die Ausbildung mit den SAN B und C Lehrgängen zu komplettieren und jedes Jahr aus der 9. Jahrgangsstufe ca. drei Neuzugänge auszubilden (Voraussetzung für San A ist ein Erste Hilfe Kurs)."
Im Verlauf der letzten Jahre erweiterte sich das Einsatzspektrum. Bereitschaftsdienste werden beim Sportfest, Sponsorenläufen, Schulenlauf und größeren Schulveranstaltungen durchgeführt. Die in der Praxis aufgetretenen Mängel bei der Alarmierung werden Schritt für Schritt beseitigt. So ist vor kurzer Zeit von den Schulhandys auf Normalhandys umgestellt worden, um Funklöcher des schuleigenen Telefonnetzes zu umgehen, was eine enorme Erleichterung des Bereitschaftsdienstes darstellt. Diese Veränderung ermöglicht auch einen Einsatz im Verlauf eines Feueralarms, an dessen organisatorischer Umsetzung zur Zeit gearbeitet wird. Die Schulsanitätsgruppe des Marianums ist mit derzeit 13 Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrkräften (J. Klinger und M. Vlachakos) eine stabile Einrichtung unserer Schule geworden.
Der Ausblick aus der Kollegiumsinformation konnte zum größten Teil umgesetzt werden. Die Ausbildung auf dem Sanitätskurs A - Niveau kann mit Hilfe des DRK erfolgen. Weitere praktische Fähigkeiten werden von den Schülerinnen und Schülern in Eigenregie beigesteuert (Grundlagen der Funkausbildung, Body check). Zur Horizonterweiterung dienen z. B. Informationen über die Ausrüstung von Rettungsdiensten und der Besuch der Rettungsleitstelle im Kreishaus.
Die Weiterentwicklung zeigt der Textauszug der derzeitigen Kollegiumsinformation:
„Hinweise an die Schüler/innen für den Einsatz (dem Kollegium zur Information):
Anrufe zum Einsatz erfolgen durch das Sekretariat oder J. Klinger
- Bei Anruf ist sofort der Unterrichtsraum zu verlassen. Die Anrufentgegennahme erfolgt vor dem Unterrichtsraum.
- Helfer/in mit Handy Nr. 1 geht bei Anruf zum Einsatzort.
- Helfer/in mit Handy Nr. 2 geht bei Anruf zum Einsatzort oder auf Hinweis zum Sekretariat, um die Decke und die San-Tasche sowie bei Bedarf weiteres Material zu holen.
- Meldung durch Lehrkräfte: Bei Notfällen ist es am einfachsten das Sekretariat zu informieren. Dieses veranlasst alles weitere.“
Außer den oben genannten Initiatoren leisteten bzw. leisten noch folgende Schülerinnen und Schüler ihren Dienst für die Schulgemeinschaft:
Pieper, Marion; Kaiser, Anja; Faust, Alexandra; Glöckner, Margarete; Yüce, Carolin; Fischer, Natascha; Kölker, Iris; Feldhaus, Fabiola; Tiek, Christiane; Herbers, Katharina; Fickers, Johannes; Kahl, Marvin; Mai, Jan-Philipp; Jongebloed, Henning; Telkmann, Rainer; Grommel, Kathrin; Bill, Vanessa; Ortmeier, Jennifer.
Ihnen sei an dieser Stelle recht herzlich gedankt.
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