Von F.-J. Kikker
Freitag, 5.3.2010, 1. große Pause, Flur der 10er-Klassen im Marianum:
– "Ey, sag’ mal: Was heißt eigentlich „Herzlich Willkommen!“ auf Französisch?"
– "Warte, mir fällt’s gleich ein. Ach ja: «Soyez
les bienvenues!» Aber kannst Du mir sagen, wie ich meine Corres
begrüßen soll? Mit diesem bise oder wie das heißt, wie
in Frankreich üblich? Neee, das ist ja peinlich! Oder soll ich
doch?"
Solche oder ähnliche Gespräche erlebt man in diesen Tagen
häufiger am Marianum, steht doch der Besuch der französischen
Austauschschüler vom Loquidy aus Nantes unmittelbar bevor. Auch
wenn es bereits der 27. Austausch zwischen diesen beiden Schulen ist,
so steigen dennoch die Spannung und die Nervosität unter den
Schülern an.
Auch das Organisationsteam (also die Kolleginnen und Kollegen der
Fachschaft Französisch) haben in den vergangenen Wochen mit
wachsender Hektik alles versucht, um den organisatorischen Rahmen
herzustellen – in diesem Jahr eine ganz besondere
Herausforderung, da einerseits die „normale“ Belastung
durch z.. B. Schulinspektion, Facharbeiten, Klausuren und
Abiturvorbereitung ein hohes Maß erreicht hat, andererseits aber
die Zahl der Austauschschüler mit 60 (!) auf jeder Seite eine neue
Rekordmarke erklommen hat.
Das Programm sieht für den Aufenthalt bis zum 16. März nicht
nur das Kennenlernen des Alltags sowie das „linguistische
Bad“ in den Familien und in der Schule vor, sondern es beinhaltet
auch eine Vielfalt anderer Aspekte: die Erkundung von Meppen
(geführt von deutschen Schülern), Empfänge in der Schule
und im Rathaus der Stadt, einen deutsch-französischen
Sportnachmittag, die Teilnahme an verschiedenen Unterrichtsstunden,
Ausflüge ins Emsland und nach Holland, nach Bremen und nach
Osnabrück.
In 16 Arbeitsgruppen werden sich die französischen Jugendlichen
außerdem mit der Frage „Kann der Austausch helfen, eine
andere Kultur zu entdecken?“ auseinandersetzen und
Präsentationen erarbeiten. Und natürlich werden die
französischen Jugendlichen erzählen müssen, was sie
für den Gegenbesuch ihrer deutschen Partner in Nantes (1. –
12.5.2010) vorbereiten. Die ersten Pläne werden sicherlich bereits
geschmiedet.
Freitag, 5.3.2010, zweite große Pause, Lehrerzimmer im Marianum:
Endlich können sich die mit der Organisation befassten Kolleginnen
und Kollegen beruhigt zurücklehnen. Jemand stellt erleichtert
fest: „So, wir haben alles vorbereitet. Die Franzosen können
jetzt kommen! … Ach übrigens: Hat eigentlich jemand an den
Bericht für die Homepage gedacht???“
Mais bien sûr! Le voilà!
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