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News 2019

 

Zurück in die Zukunft

Von Eva Deermann und Viola Knurbein (Jg.12), 01.04.2019

In der letzten vollen offiziellen Schulwoche gab es für die angehenden Abiturienten der ehemalige 5a (Jg. 2011/12) von Frau Küpper einen einmaligen Blick zurück in die persönliche Vergangenheit … aber lassen wir sie selbst erzählen, Eva Deermann und Viola Knurbein berichten:

Viele fragen sich immer wieder, wie man mit 11 Jahren war. Was hat man sich gewünscht? Welche Vorstellungen hatte man von seiner eigenen Zukunft? Diese Fragen konnten wir, die ehemalige 5a des Abiturjahrganges 2019, uns selbst beantworten, denn in der 5. Klasse haben wir - dank eines Projektes aus dem Pädagogikunterricht der damaligen elften Klasse – Briefe an uns selbst geschrieben.

Diese Zukunftsbriefe haben wir nun zurückerhalten und so wurden uns beim Lesen dieser Briefe unsere kindlichen, aber sehr amüsanten Wünsche erneut bewusst, an die sich fast niemand von uns mehr erinnern konnte. So haben sich z.B. mehrere von uns ein solarbetriebenes Auto gewünscht, das manchmal sogar fliegen konnte. Dies ist nur ein Beispiel für Wünsche, die für viel Spaß beim Entdecken unseres 11-jährigen Ichs sorgten.

Für uns war es eine schöne Erfahrung diese Briefe zu erhalten und zu lesen, weshalb wir sehr dankbar sind, dass die vier ehemaligen Schülerinnen sie sieben Jahre lang für uns aufbewahrt haben und sie uns nun haben zukommen lassen.

Da wir uns so gefreut haben diese Briefe zu lesen, möchten wir den jetzigen und zukünftigen Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen ans Herz legen, eine der KLS-Stunden zu nutzen, um auch mit ihren Fünftklässlern solche Briefe an sich selbst zu schreiben, die sie dann kurz vor dem Abitur zurückbekommen.

Im Pädagogikunterricht wird am Ende des Semester 11.2 meist ein kleiner Unterrichtsversuch unternommen, bei dem die Pädagogikschülerinnen und -schüler eine Unterrichtsstunde für eine jüngere Klasse planen und durchführen. Christin Backers, Theresa Brüggemann, Annika Nimz und Franziska Untiedt, Abitur 2013, hatten dabei eine ganz besondere Idee, sie ließen die Schülerinnen und Schüler der 5a im Rahmen einer Deutschstunde Briefe an ihr zukünftiges Ich schreiben, die sie anschließend 7 Jahre lang verwahrt haben.

Vor einigen Wochen trat dieses Unterrichtsprojekt dann in die finale Phase. Die Vier, inzwischen längst mit beiden Beinen im Berufsleben stehend, meldeten sich bei Herrn Breer und organisierten mit ihm gemeinsam die Übergabe der Briefe. Deren Inhalte sorgten nach so vielen Jahren für viel Gelächter, blickten die damaligen Fünftklässler doch z.T. sehr selbstbewußt in ihre eigene Zukunft, in der neben solarbetriebenen (Flug-)Autos vor allem viel Geld und wunderschöne Partner , und sogar schon der ein oder andere Nachwuchs zentrale Rollen spielten.

Entstand das Projekt 2012 zufällig und spontan im Rahmen des Pädagogikunterrichtes, ist es nun über die lange Zeit konsequent bis zum Ende umgesetzt worden, wofür besonders den 4 ehemaligen Pädagogikschülerinnen von Herrn Albers besonderer Dank gilt. Eine solche Erfahrung, Post aus der eigenen Vergangenheit erhalten zu haben, bereitete allen Beteiligten das Gefühl, teil eines ebenso erfolgreichen wie einmaligen Projektes gewesen zu sein, das im Nachhinein absolut nachahmenswert erscheint.

 
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