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Verabschiedungen

Das Marianum verabschiedet verdiente Kolleginnen in den Ruhestand

Von Webmaster, 30.01.2019

In einer heiter-besinnlichen Personalkonferenz verabschiedete das Kollegium des Marianums zwei "altgediente" (aber jung gebliebene!) Kolleginnen in den Ruhestand. Mit Frau Tieben und Frau Möhn verlassen zwei Lehrerinnen das Marianum, die sich um die Schule und vor allem die Schülerinnen und Schüler etwa 33 Jahre lang verdient gemacht haben. Im Mitteilungsblatt Kontakte 136 geht Herr Rave näher auf die Laufbahn der Kolleginnen ein.

Zunächst nahm der Schulleiter die Verabschiedung von Frau Tieben vor, die sich ausdrücklich "keinen Rummel" um ihre Person gewünscht hatte. Verschmitzt erfreute Herr Rave die Festcorona mit der Anmerkung, dass er die gewünschten drei Sätze durch Kommata und Hypotaxen auszuweiten gedenke. In seiner Abschiedsrede sah er denn auch - theologisch versiert - durchaus Parallelen zu Petrus' bescheidenem Abschied. Ihre unaufdringliche und zugewandte Art sei es, die Frau Tieben in ihrer engagierten Arbeit für das Marianum immer gezeigt habe und ihm sofort positiv aufgefallen sei. Das Kollegium dankte ihm die amüsante Abschiedsrede und Elke Tieben ihre Arbeit und ihre Aussage, immer gern Lehrerin gewesen zu sein und am Marianum unterrichtet zu haben, mit langem Applaus. Auch die Fachgruppen Englisch und Geschichte sowie die Vertreter der MAV verabschiedeten sich im Namen der Kollegen/innen mit guten Wünschen und Präsenten.

Nach ebenfalls anerkennenden und sehr persönlichen Worten des Schulleiters an Frau Möhn übergab er das Mikrofon zur Verabschiedung an den Fachobmann Latein, Herrn May. Dieser nahm in Erinnerung an sein letztes gemeinsames Abitur mit Frau Möhn im vergangenen Jahr einen Text des Philosophen Seneca zum Aufhänger für seine Rede. Mit Zitaten aus dem 21. Brief der Epistulae morales (an einen angehenden Pensionär) gab er witzige und nachdenkliche Hinweise auf ein gelungenes Dasein im "Otium", wie es die stoische Philosophie fordert. Darüber hinaus würdigte er die von großem Engagement, Fleiß und Hingabe zur Altphilologie geprägte Tätigkeit Elisabeth Möhns als einer "matrona vere Latina" und lobte sie explizit mit Senecas Worten hinsichtlich "Deiner Begabung Stärke, Deines Redens und Schreibens Eleganz ..." und "bekannt wurdest du durch deine gütige, menschenbildende Tätigkeit". In langen Jahren harmonischer Zusammenarbeit habe sie Generationen von Schülern ihr Latein nahe gebracht und sei so "ein Segen für unsere Schule und der dort hochgeachteten Geisteswissenschaft" gewesen.

Dem Dank der Fachgruppe Latein schlossen sich wie schon bei Frau Tieben ebenfalls MAV, Fachgruppe Geschichte sowie Mitglieder des "Damentisches mit zeitweiligem Quotenmann" an. Frau Möhn ihrerseits bedankte sich herzlich mit einer Ansprache, in der sie an die Freude erinnerte, die der Lehrerberuf mit sich bringe. Zugleich bat sie das Kollegium mit einem Zitat, auf sich acht zu geben und nicht den Stress überhand nehmen zu lassen. Insbesondere ihre abschließende Apostrophé, Schülerinnen und Schüler in gewisser Weise "wie die eigenen Kinder zu betrachten", brachte ihr riesigen Beifall ein.

Aus dem Sekretariat hatte sich bereits Ende Dezember Mechthild Patzker nach 23jähriger Tätigkeit verabschiedet. Herr Rave dankte ihr nochmals ganz offiziell mit herzlichen Worten, indem er lobend auf die vielen Hilfestellungen von Frau Patzker zu Beginn seiner Dienstzeit abhob. Die eigentliche Verabschiedung nahm dann Frau Köther vor, die an viele Begebenheiten und Veränderungen in der gemeinsamen Zeit im Sekretariat erinnerte. Besonders dankbar sei sie wie die anderen Mitarbeiter dafür, all die Jahre "so ein gutes Team" gewesen zu sein, dem neben viel Arbeit immer auch Zeit für Spaß und herzliche Gespräche geblieben sei. Nach herzlichen Dankesworten und guten Wünschen für Schule und Kollegium durch Frau Patzker selbst überbrachten MAV, Mitarbeiterstab und Schulleitung Präsente und Glück- und Segenswünsche.

Die angesprochenen Veränderungen insbesondere im Sekretariatsbereich machten in einem kleinen amüsanten Sketch Herr Kossen und Herr Breer deutlich, indem sie als älterer Herr vom Lande und als junger Computerfreak über die Reparatur einer Schreibmaschine in Konflikt gerieten. Mit dieser heiteren Einlage sowie einem von Frau Lutter geleiteten Kanon auf die Neupensionäre und die anwesenden Geburtstagskinder wurde die Personalkonferenz beschlossen und das Kollegium von den Pensionärinnen zu einem kleinen Umtrunk eingeladen.

 
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