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DER BUNDESPRÄSIDENT GRATULIERT

David Plass aus Twist ist bundesbester Verfahrensmechaniker

Von NOZ, 10.01.2019

David Plass wurde jüngst als bundesweit bester Verfahrensmechaniker geehrt. Er hat im Jahr 2015 sein Abitur am Marianum bestanden. Die NOZ widmete ihm den folgenden Artikel. Zuvor war bereits |HIER| ein Artikel über seinen Erfolg erschienen.

"Twist. Den Beruf des Verfahrensmechanikers Kunststofftechnik stellt David Plass in der Serie "Mein Job und ich" vor.

Dass der 22-Jährige aus Neuringe sich in seinem Beruf gut auskennt, wurde ihm nicht nur von seinen Prüfern am Ende seiner Ausbildung bei der Wavin GmbH in Twist im vergangenen Jahr bestätigt. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat ihn ausgezeichnet, weil er die beste Abschlussprüfung als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik 2017 in Deutschland abgelegt hat. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte den Bundesbesten die von Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), bei einer von Barbara Schöneberger moderierten Veranstaltung in Berlin ausgezeichnet wurden. Es wurden die Besten aus 213 Ausbildungsberufen geehrt, von 300.000 Prüfungsteilnehmern. Ziemlich aufregend und interessant war die Reise, berichtet Plass.

Er hatte 2015 sich nach dem Abitur am Gymnasium Marianum um einen Ausbildungsplatz bei Wavin beworben. Das Unternehmen kannte er, in der 1956 in Twist eröffneten Fabrik hat sein Großvater gearbeitet. "Mich hat das schon immer interessiert", sagt Plass, auch wegen der Freunde und Bekannten die hier arbeiten. Das für seine Rohrsysteme bekannte Unternehmen verlangt als schulische Mindestanforderung für die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker den Hauptschulabschluss, gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie, darüber hinaus technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und gutes Sozialverhalten. Im letzten Ausbildungsjahr können sich die Auszubildenden in die Fachrichtung Halbzeuge und Formteile qualifizieren. Plass wählte die Richtung Halbzeuge.

Am Anfang der Ausbildung stehen die handwerklichen Grundlagen im Mittelpunkt: "Feilen, Sägen, Bohren bis hin zur Fertigung mechanischer Baugruppen", erzählt Plass. Dies werde im praktischen Teil der Zwischenprüfung nach eineinhalb Jahren Ausbildungszeit verlangt, die Theorie wird in der Schule geprüft. Auf dem weiteren Ausbildungsweg geht es um die Arbeitsplanung und Bedienung der Maschinen, welche kontinuierlich produzieren, wobei die Produktmaße durch Maschineneinstellungen vom Verfahrensmechaniker optimiert werden.

Weil er so gute Leistungen zeigte, durfte David Plass seine Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen. Dass ihm diese gelungen ist und sogar der Preis als Bundesbester dabei heraus kam, dafür nennt der 22-Jährige eine Reihe von Gründen. Am Gymnasium Marianum hatte er die Schwerpunkte Mathematik und Physik. Er lobt die Ausbildungswerkstatt von Wavin, wo sowohl praktische Kenntnisse, als auch theoretische vertieft werden können. Ausbildungsleiter Dietmar Klose habe die Auszubildenden sehr gut unterstützt. "Die Vorbereitung hier war auf jeden Fall sehr gut." Das meint auch die Industrie- und Handelskammer, die Wavin als "Top-Ausbildungsbetrieb" zertifiziert hat.

Ein halbes Jahr lang hat er als Verfahrensmechaniker bei Wavin gearbeitet. Den Werbespruch auf dem Ausbildungsflyer "Ausgezeichnete Perspektiven" nimmt Plass beim Wort, er hat ein duales Studium an der Berufsakademie der Hochschule Osnabrück, Campus Lingen, begonnen. Er will Wirtschaftsingenieur werden. Mit dem Abschluss Bachelor of Engineering kann er in Bereichen wir Produktmanagement, Produktionsplanung und Entwicklung tätig werden, abhängig von der Spezialisierung in den letzten Semestern.

Am Dualen Studium schätzt Plass den Praxisbezug in Verbindung mit der Vertiefung theoretischer Kenntnisse. Durch seine Ausbildung sieht er sich für das Studium gut gerüstet: "Handwerkliche Kenntnisse helfen beim Verstehen technischer Abläufe.""

 
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